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Anonyme Notfall-Hotline, die Zuhören, Unterstützung und Beratung bietet, 7/7, von 12h-20h

WARUM DIESE WEBSITE?

Diese Website ergänzt die offiziellen Websites der Regierung www.covid19.lu und des Gesundheitsministeriums, welche nützliche Informationen zur Gesundheit während der Gesundheitskrise bereitstellen. Alle offiziellen Mitteilungen, Aufrufe für Freiwillige, Formulare und offizielle Empfehlungen finden Sie unter www.covid19.lu

Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit

Die aktuelle Situation der Covid19-Pandemie, in der wir uns momentan befinden, ist präzedenzlos und löst bei vielen Menschen Stressreaktionen aus: Reaktionen wie Angst, sich mit der Krankheit anzustecken, Angst um geliebte Menschen, Gefühle der Unsicherheit in Bezug auf die Dauer der Krise, Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, Gefühle der Einsamkeit, der Frustration, Schwierigkeiten, die täglichen Aufgaben zu bewältigen und viele mehr.

Diese Reaktionen können sich von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausdrücken.

  • Stress: Stress ist eine wichtige physiologische Reaktion auf eine anormale Situation. Sie ermöglicht es, uns an variable äußere Umstände anzupassen.
  • Angst: Angst ist eine emotionale Reaktion auf eine subjektiv erlebte Bedrohung. Sie kann überwältigend sein, besonders in Zeiten der Unsicherheit.
  • Depression: Depression ist ein vorübergehender Zustand von Erschöpfung, Entmutigung und Traurigkeit. Eine Depression kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen (Verlust des sexuellen Verlangens, Weinen, Energiemangel, u.v.m.).

Manche Menschen sind anfälliger für Stress, der durch die aktuelle Gesundheitskrise verursacht wird:

  • Ältere Menschen und Menschen mit chronischen Krankheiten, die einem höheren COVID-19 Risiko ausgesetzt sind
  • Kinder und Jugendliche
  • Menschen, die durch ihren Beruf ständig mit den Auswirkungen der Pandemie konfrontiert sind, wie Ärzte und andere Fachleute des Gesundheitswesens
  • Menschen mit psychischen Problemen, einschließlich der Abhängigkeit von verschiedenen Substanzen

Bleiben sie angemessen informiert 

  • Beschränken Sie die Dauer, in der Sie sich mit Informationen befassen, auf ein Minimum.
  • Beschäftigen Sie sich ausschließlich mit offiziellen Informationen.
  • Gehen Sie nicht auf Polemiken in sozialen Netzwerken ein.

Organisieren Sie Ihren Tagesablauf

  • Stehen Sie zu festgelegten Zeiten auf und gehen Sie zu festgelegten Zeiten schlafen.
  • Definieren Sie klare Zeitfenster für Arbeitszeiten (Telearbeit/Heimarbeit/Arbeit) und Freizeit.
  • Strukturieren Sie Ihren Tag durch Rituale (Frühstück, Putzen, Lesen, Mittagessen, Spaziergang, Telefongespräche, Abendessen, Brettspiele).
  • Teilen Sie die Hausarbeit unter den Personen, die im Haushalt leben, auf.

Bleiben Sie aktiv

  • Wechseln Sie die Zeiten vor dem Bildschirm mit anderen Aktivitäten ab.
  • Machen Sie einen Spaziergang in der Natur (wenn die offiziellen Anweisungen es erlauben).
  • Üben Sie sportliche Aktivitäten aus.
  • Probieren Sie neue Aktivitäten aus, die die Sinne anspornen (Spielen, Kochen, Aufräumen, Musik hören, Tanzen).
  • Nehmen Sie neue Projekte in Angriff (Malen, Erlernen einer anderen Sprache, u.v.m).
  • Planen Sie zusammen mit ihren Freunden und ihrer Familie, wie sie die abgesagten Veranstaltungen (Feiertage, Partys, Konzerte usw.) nach der Pandemie nachholen wollen.

Sorgen Sie für sich

  • Bleiben Sie nicht den ganzen Tag im Schlafanzug, sondern kleiden und schminken Sie sich wie gewohnt.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und vermeiden Sie zu viel Zucker, Fette und Alkohol.
  • Erlernen Sie Entspannungs-, Meditations- oder Achtsamkeitstechniken und bauen Sie diese in ihren Tagesablauf ein.

Bleiben Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden in Verbindung

  • Rufen Sie Freunde und Familie an. Es tut gut, ihre Stimmen zu hören, mit ihnen zu sprechen und zu hören, dass alles in Ordnung ist.
  • Planen Sie regelmäßige virtuelle Termine zusammen.
  • Hören Sie zu und trösten Sie die, denen es gerade nicht so gut geht.
  • Erlauben Sie sich, Ihre Sorgen über die Gesundheitskrise anderen gegenüber zu äußern, aber sprechen Sie nicht ausschließlich darüber.
  • Helfen Sie anderen, indem Sie beispielsweise Solidaritätsaktionen unterstützen und Einkäufe für gefährdete Menschen tätigen, die in der Nachbarschaft leben: Anderen zu helfen, kann sehr gut tun!

Überwachen Sie Ihr psychisches Wohlbefinden

  • Werden Sie sich Ihrer Emotionen (Freude, Trauer, Angst, Wut) aktiv bewusst und nehmen sie diese als solche an.
  • Unterscheiden Sie zwischen dem, was kontrolliert werden kann (Handlungen, die das Wohlbefinden steigern) und dem, was nicht kontrolliert werden kann (Entwicklung der Pandemie, offizielle Anweisungen).
  • Fühlen Sie sich nicht schuldig, wenn Sie Ihre täglichen Ziele nicht erreichen.
  • Bitten Sie um Hilfe, wenn Sie sich überfordert fühlen.

Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Im Allgemeinen ermöglichen es uns unsere persönlichen Ressourcen, Reaktionen von Stress, Angst und Depression zu überwinden. Wenn dieses Unbehagen jedoch länger anhält oder sich im Laufe der Zeit verschlimmert, kann professionelle Hilfe von Nutzen sein, zum Beispiel in folgenden Situationen:

  • Es fehlt Ihnen an Energie und Sie haben große Schwierigkeiten, normal zu handeln.
  • Sie haben negative Gedanken, welche Sie nicht mehr kontrollieren können.
  • Sie haben viel Gewicht verloren und leiden unter Appetitslosigkeit
  • Sie haben Schwierigkeiten, erholsamen Schlaf zu finden (Schwierigkeiten beim Einschlafen, häufiges Aufwachen während der Nacht, Alpträume usw.).
  • Sie machen sich über alles und jeden Sorgen bis hin zur Lähmung.
  • Sie leiden unter Panikattacken oder Angstattacken (z.B. Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Taubheit, Übelkeit, Druckgefühl usw.).
  • Sie haben Schwierigkeiten, den Tod eines Elternteils oder eines geliebten Menschen zu bewältigen.
  • Sie stellen eine Zunahme von Wutgefühlen und Aggressivität bei sich selbst oder einem geliebten Menschen fest.
  • Sie haben ungewöhnliche und wiederkehrende Gedanken von denen Sie wissen, dass sie absurd sind, welche Sie aber nicht loswerden.
  • Sie denken, dass der Tod eine bessere Option als das Leben sein könnte.
  • Es fällt Ihnen schwer, aufzuhören über ein schmerzliches Ereignis nachzudenken, das Ihnen widerfahren ist. Diese Erinnerung dringt in Ihr tägliches Leben ein.
  • Sie stellen einen Anstieg Ihres Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenkonsums fest, der einzig dem Zweck dient, diese besonders belastende Gesundheitskrise zu überstehen und/oder zu bewältigen.

Wenn Sie (oder betroffene Bekannte) mit einer oder mehreren dieser Reaktionen konfrontiert werden, zögern Sie nicht Hilfe aufzusuchen.

Betrachten Sie psychische Gesundheitsprobleme so wie andere Gesundheitsprobleme auch: Je früher Sie handeln desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich schneller erholen und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in Zukunft einen Rückfall erleiden.

Luxemburg verfügt über ein gut ausgebautes Hilfs- und Betreuungsnetz. Zögern Sie nicht, sich an Ihren Hausarzt, einen Psychologen, Psychiater oder Psychotherapeuten zu wenden.

Wer sind sie? Wie können sie uns helfen? Was sind die Kosten? Wo findet man diese Ansprechpartner?

Alle Antworten auf diese Fragen finden Sie in der Rubrik "Und wenn ich mir helfen lasse…?" auf www.prevention-suicide.lu

Unabhängig davon, mit welchem dieser Fachleute Sie sprechen, ist es wichtig, dass Sie nicht mit Ihren Zweifeln, Ängsten, Ihrer Traurigkeit oder Wut allein bleiben.

Hausärzte haben Erfahrung mit Patienten, die unter psychischen Problemen leiden und können persönlich beraten, zusätzliche Untersuchungen oder Analysen verschreiben, medikamentöse Behandlungen vorschlagen und Ihnen einen Psychologen, einen Psychiater, oder einen Psychotherapeuten empfehlen.

Psychiater sind Ärzte, die sich im Bereich der Psychiatrie, also in der Behandlung von Patienten mit psychischen Störungen spezialisiert haben. Sie können eine medizinische Diagnose stellen, Psychotherapien einleiten lassen oder selbst durchführen, Medikamente und ergänzende Tests verschreiben.

Psychologen sind keine Ärzte. Unter den vielen Spezialgebieten sind die klinischen Psychologen auf psychische Störungen spezialisiert. Sie können beraten, unterstützen oder weiterorientieren.

Psychotherapeuten sind Psychologen oder Ärzte (in der Mehrheit Psychiater), die eine Zusatzausbildung der Psychotherapie absolviert haben. Die Psychotherapie ist eine eigenständige Behandlung, die ihre Wirksamkeit zur Wiederherstellung der normalen Funktionsfähigkeit bewiesen hat. Je nach Ansatz und Behandlungsmethoden helfen sie dabei Emotionen besser zu kontrollieren, Verhaltensweisen anzupassen, Gedanken zu relativieren, soziale Beziehungen oder den Gesundheitszustand zu verbessern, ...

Psychische Störungen sind häufig. Sie können jeden treffen, sind aber in den meisten Fällen recht gut behandelbar. Daher kann es hilfreich und vielleicht sogar notwendig sein, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Sie können sich zum Beispiel an Ihren Hausarzt wenden, oder direkt an einen Psychologen, Psychiater oder Psychotherapeuten.

  • Hotline für psychologische Unterstützung unter 8002-8080: Mehrsprachige psychologische Unterstützung für alle, die ihrer bedürfen. 7 Tage in der Woche von 7.00 bis 23.00 Uhr.
  • SOS DETRESSE unter 45-45-45: Diese telefonische und Online-Hilfe bietet Ihnen anonyme und vertrauliche psychologische Unterstützung. Sie können SOS DETRESSE auch per E-Mail kontaktieren, indem Sie die folgende Website aufrufen: 454545.lu
  • Psychologischer und schulischer Hilfsdienst unter 8002-9090. Die Psychologen des CePAS und der SePAS, die auf das Wohlbefinden und die Entwicklung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen spezialisiert sind, stehen Schülern, Studenten, Eltern und Lehrern per E-Mail und Telefon für Zuhören, Beratung und psychologische Unterstützung zur Verfügung. https://schouldoheem.lu
  • Kanner a Jugend-Telefon unter 116 111: Diese telefonische Beratungsstelle richtet sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche in Schwierigkeiten. Hier kann die Unterstützung anonym erfolgen und wird in jedem Fall vertraulich bleiben.
  • L’écoute parents (Elterentelefon) unter 26 64 05 55: Das Elterntelefon ist ein telefonisches Gesprächs-, Beratungs- und Informationsangebot, das Eltern und andere Interessierte in den oft schwierigen Fragen der Kindererziehung schnell, kompetent und anonym unterstützt.

Weitere Unterstützungsstrukturen finden Sie im Abschnitt "Wo finde ich Hilfe?/Hilfsadressen" auf den folgenden Internetseiten: 

www.prevention-suicide.lu / www.prevention-depression.lu / www.prevention-panique.lu   

Während dieser Zeit der Gesundheitskrise kann es aus verschiedenen Gründen (Krankheit, Kinderbetreuung, Telekonsultation, fehlendes Personal, usw.) schwieriger sein, Ihren Facharzt zu erreichen. Die überwiegende Mehrheit der Fachärzte (Psychiater, Pädopsychiater usw.) praktiziert weiterhin über Telekonsultation, d.h. aus der Ferne per Telefon- oder Videokonferenz.

Telekonsultationen sind oft zeitaufwendiger und inkompatibel mit zwischenzeitlichen Anrufen, was erklären könnte, warum manche Ärzte nicht mehr so gut erreichbar sind. Hinzu kommt ebenfalls, dass das Empfangspersonal in den Büros oft weniger verfügbar ist, um Ihre Anrufe entgegenzunehmen. 

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Facharzt (Psychiater, Pädopsychiater usw.) zu erreichen, empfehlen wir Ihnen folgende Anweisungen: 

  • Versuchen Sie weiter, Ihren Facharzt zu verschiedenen Tageszeiten zu erreichen, oder hinterlassen Sie eventuell eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter oder per E-Mail.
  • Wenn Sie Ihren Facharzt immer noch nicht erreichen können, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt und fragen Sie ihn, ob er Ihr Anliegen beantworten kann.
  • Falls dies nicht möglich ist, können Sie einen Termin für eine Telekonsultation bei einem anderen Facharzt beantragen, indem Sie sich auf dem e-Health-Portal anmelden: https://econsult.esante.lu. Geben Sie einfach den gewünschten Spezialisten ein und wählen Sie die heute verfügbaren Fachärzte aus.
  • Wenn die drei oben genannten Punkte nicht zu schlüssigen Ergebnissen führen, können Sie die Regierungshotline 8002 8080 anrufen und darum bitten, entweder mit einem Psychologen oder einem Arzt zu sprechen.

Während dieser Zeit der Gesundheitskrise kann es aus verschiedenen Gründen (Krankheit, Kinderbetreuung, Telekonsultation, fehlendes Personal, usw.) schwieriger sein, Ihren Psychologen/Psychotherapeuten zu erreichen. Die überwiegende Mehrheit der Psychologen/Psychotherapeuten praktiziert weiterhin über Telekonsultation, d.h. aus der Ferne per Telefon- oder Videokonferenz.

Telekonsultationen sind oft zeitaufwendiger und inkompatibel mit zwischenzeitlichen Anrufen, was erklären könnte, warum manche Ärzte nicht mehr so gut erreichbar sind. Hinzu kommt ebenfalls, dass das Empfangspersonal in den Büros oft weniger verfügbar ist, um Ihre Anrufe entgegenzunehmen. 

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Psychologen/Psychotherapeuten zu erreichen, empfehlen wir Ihnen folgende Anweisungen: 

  • Versuchen Sie weiter, Ihren Psychologen/Psychotherapeuten zu verschiedenen Tageszeiten zu erreichen, oder hinterlassen Sie eventuell eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter oder per E-Mail.
  • Wenn Sie Ihren Psychologen/Psychotherapeuten immer noch nicht erreichen können, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt und fragen Sie ihn, ob er Ihr Anliegen beantworten kann.
  • Falls dies nicht möglich ist, können Sie einen Termin für eine Telekonsultation bei einem anderen Psychologen/Psychotherapeuten beantragen, indem Sie das Verzeichnis der SLP aufrufen: https://www.slp.lu/de/ein-psy-finden/. Sie brauchen nur Ihre Präferenzkriterien einzugeben und sich mit der betreffenden Person in Verbindung zu setzen.
  • Wenn die drei oben genannten Punkte nicht zu schlüssigen Ergebnissen führen, können Sie die Regierungshotline 8002 8080 anrufen und darum bitten, entweder mit einem Psychologen oder einem Psychotherapeuten zu sprechen.

Umgang mit Stress für sich und die Kinder

Die derzeitige Pandemiesituation mit Ausgangssperre kann nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern Anzeichen von Stress oder Angst auslösen. Der Nationale kinderpsychiatrische Dienst des CHL hat eine ausgezeichnete Broschüre für Eltern erstellt, die mit der COVID-19-Pandemie konfrontiert sind. In dieser Broschüre finden Sie Informationen über normale Reaktionen Ihres Kindes sowie Ratschläge, wie Sie Ihr Kind unterstützen können.

Sie können die Broschüre hier herunterladen.

Kinder und Jugendliche reagieren auf Emotionen und Verhaltensweisen, die von Eltern und anderen Erwachsenen ausgehen. Je mehr als Eltern von der Krise verunsichert sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass auch Kinder verunsichert werden. Ruhe und Vertrauen von Eltern und Erwachsenen sind die beste Unterstützung für Kinder.

Als Eltern ist es wichtig, die Verhaltensänderungen und Beschwerden Ihres Kindes zu erkennen.

Hier sind einige Veränderungen oder Beschwerden, auf die Sie achten sollten:

  • Vermehrtes Weinen oder übermäßige Reizbarkeit bei Kleinkindern
  • Langanhaltender Rückzug und Mutismus (Sprechhemmung)
  • Massive und dauerhafte Regression des Verhaltens (Einnässen, Trennungsangst, etc.)
  • Übermäßige Sorge oder Traurigkeit
  • Reizbarkeit und Impulsivität bei Jugendlichen
  • Langanhaltendes Desinteresse und Verlust von Freude begleitet von Schlafproblemen
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Unerklärliche Kopfschmerzen oder körperliche Schmerzen
  • Konsum von Alkohol, Tabak oder anderen Drogen

Bei den meisten Kindern lassen die üblichen Reaktionen auf Stress mit der Zeit nach. Wenn Ihr Kind weiterhin sehr aufgewühlt ist oder wenn seine Reaktionen die schulische Arbeit oder Beziehungen beeinträchtigen sollten, zögern Sie nicht, mit einem Spezialisten zu sprechen ermutigen Sie Ihr Kind, dies ebenfalls zu tun.

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: "Wo bekomme ich Hilfe?"

Es gibt eine Reihe von Hilfsmitteln, um das Coronavirus mit Ihrem Kind zu besprechen. Hier finden Sie eine Auswahl von Websites, Broschüren und Informationen, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten.

  • Die illustrierte Broschüre mit dem Titel "Hallo, ich bin Corona" ist in 4 Sprachen (LU, FR, DE, EN) erhältlich und für kleine Kinder bestimmt. Die Broschüre soll grundlegende Fakten über das Coronavirus/COVID-19 erläutern, die Grundregeln des Schutzes vermitteln und Unterstützung bei der Bewältigung der Situation bieten: slp.lu
  • Coronavirus (covid-19): wie soll man mit Kindern darüber sprechen? Acht Tipps von UNICEF wie sie ihr Kind beruhigen und schützen können.
  • COVID-19 - bien-être@home – Sensibilisierungskampagne: Wie spreche ich mit meinen Kindern? Weitere Informationen finden Sie auf der Website schouldoheem.lu

Falls andere Hilfsmittel Ihnen geholfen haben, diese Krise mit Ihrem Kind besser zu bewältigen, zögern Sie nicht, uns diese mitzuteilen (info@prevention.lu).

Umgang mit Ängsten

Das Gefühl von Angst kennt jeder. Es ist eine ganz normale Reaktion in Situationen, die für uns potenziell gefährlich sind. Sie hilft uns, Gefahren und Bedrohungen wahrzunehmen, zu bewältigen und zu vermeiden. In dieser Zeit der Gesundheitskrise ist es normal, ein hohes Maß an Unsicherheit, Besorgnis und Stress in Bezug auf die Gesundheit und Sicherheit von Angehörigen sowie auf die Auswirkungen der Pandemie auf das persönliche und berufliche Leben zu erleben. Gleichzeitig ist es auch üblich, dass Menschen in Krisenzeiten eine große Widerstandsfähigkeit zeigen.

Was ist krankhafte Angst?

Angst wird dann zu einem Problem, wenn Menschen unter ausgeprägten und anhaltenden Ängsten leiden, die jedoch unbegründet oder übertrieben sind, und von diesen Ängsten in ihrer normalen Lebensführung deutlich beeinträchtigt werden. In diesen Fällen spricht man von krankhafter Angst oder einer Angststörung. 

Typische Merkmale von Angststörungen:

  • Die Intensität der Angst ist der Situation nicht angemessen.
  • Den Betroffenen fällt es oft schwer die Angst aus eigener Kraft zu überwinden.
  • Die als angstauslösend erlebten bzw. eingestuften Situationen werden vermieden.
  • Die Dauer und Häufigkeit der Angstzustände nehmen mit der Zeit zu.
  • Die Ängste verursachen bedeutsames Leiden oder führen zu deutlichen Beeinträchtigungen im täglichen Leben.

Wenn Sie eine ausgeprägte Unruhe oder Angst bemerken, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe zu suchen.

Zusätzliche Informationen über Angststörungen finden Sie in dieser Broschüre und auf der Webseite www.prevention-panique.lu.

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Wir durchleben derzeit eine Phase einer beispiellosen Gesundheitskrise. Nicht zu wissen, wann die Situation beendet sein wird, kann zu Recht Episoden von Stress, Unsicherheit, Hilflosigkeit und Angst auslösen. Während das Gefühl der Angst als Reaktion auf eine Bedrohung eine ganz normale Reaktion ist, können manche Menschen unter ausgeprägten und anhaltenden Ängsten leiden, die sie in ihrer normalen Lebensführung deutlich beeinträchtigen.

Die generalisierte Angststörung macht sich durch starke und anhaltende Ängste und Sorgen bemerkbar, die in Intensität, Dauer und Häufigkeit deutlich übertrieben sind. Dabei werden die Ängste nicht nur während akuter Probleme oder Krisenzeiten ausgelöst, sondern sind mehr oder weniger dauernd präsent. Betroffene stehen unter einer ständigen Anspannung und Ruhelosigkeit. Sie können sich oft schlecht konzentrieren und ermüden schnell.

Häufige Sorgen bei einer generalisierten Angststörung

(bezogen auf sich selbst oder auf Menschen des nahen Umfelds):

  • Einen Unfall haben
  • An einer Krankheit leiden oder erkranken
  • Arbeitslos werden
  • Geldsorgen bekommen
  • Schule, Studium, Ausbildung nicht schaffen
  • Im Beruf versagen
  • Probleme in der Partnerschaft bekommen

Wenn Sie eine ausgeprägte Unruhe oder Angst bemerken, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe zu suchen.

Zusätzliche Informationen über Angststörungen finden Sie in dieser Broschüre und auf der Webseite www.prevention-panique.lu .

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Menschen, die unter Panikattacken leiden, durchleben Episoden intensiver Angst, die sehr plötzlich beginnen und binnen weniger Minuten ihren Höhepunkt erreichen. Sie fühlen sich der Situation hilflos ausgeliefert und haben große Angst, den Verstand zu verlieren oder zu sterben.

Häufig auftretende körperliche Symptome einer Panikattacke:

  • Herzklopfen, Herzrasen
  • Kurzatmigkeit, Atemnot, Erstickungsgefühl
  • Schwitzen, Zittern
  • Beklemmungsgefühl, Brustschmerzen
  • Kribbeln, Taubheitsgefühle
  • Hitzewallungen, Kälteschauer
  • Ohnmachtsgefühle, Benommenheitsgefühle
  • Übelkeit, Bauchbeschwerden
  • Schwindelgefühl, Kopfschmerzen

Mehr als eine von vier Personen hat in ihrem Leben schon einmal eine Panikattacke erlebt. Seltener sind diejenigen, die mehr als eine gehabt haben. Noch seltener sind Personen, die daraufhin eine Panik- oder Angststörung entwickeln. Eine Panikattacke kann aus einer Vielzahl von Gründen und in unterschiedlichen Kontexten auftreten. Sie tritt jedoch vor allem in Zeiten von Stress auf, wie zum Beispiel in der Pandemieperiode, die wir derzeit erleben.

Zusätzliche Informationen über Angststörungen finden Sie in dieser Broschüre und auf der Webseite www.prevention-panique.lu

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Ist es eine Panikattacke oder ein anderer medizinischer Notfall?

Die Symptome einer Panikattacke sind denen eines Herzinfarkts oder anderer medizinischer Notfälle nicht unähnlich. In einer solchen Situation ist es nicht möglich, zu wissen, was es wirklich ist; nur medizinische Fachpersonen können dies feststellen.

Was tun, wenn es klar eine Panikattacke ist?

Wenn es zu einer Panikattacke kommt, ist es am besten, an Ort und Stelle zu bleiben und langsam zu atmen, bis die Attacke vorbei ist. Es ist sehr unangenehm, aber es ist nicht gefährlich. Die meisten Panikattacken dauern zwischen 5 und 20 Minuten, selten bis zu einer Stunde. Je mehr Sie die Symptome bekämpfen, desto mehr verstärken Sie das Gefühl der Gefahr und desto mehr Stresshormone produziert das Gehirn, wodurch Sie sich noch unwohler fühlen.

  • bekämpfen Sie die Attacke nicht
  • bleiben Sie, wenn möglich, wo Sie sind
  • atmen Sie langsam und tief ein
  • denken Sie daran, dass die Attacke vorübergehen wird
  • denken Sie daran, dass es nicht gefährlich ist.

Es ist wichtig, Angstprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, da sie einen großen Einfluss auf das Leben der betroffenen Person haben.

Wie kann eine weitere Panikattacke verhindert werden?

Es gibt keine sichere Methode, Panikattacken zu verhindern. Diese Empfehlungen können jedoch hilfreich sein.

  • Professionelle Behandlung: Um zu verhindern, dass sich Panikattacken verschlimmern oder häufiger werden, ist es wichtig, sich so schnell wie möglich in Behandlung zu begeben.
  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität hilft, Stress und Spannungen abzubauen.
  • Verringerung des Konsums stimulierender Substanzen: Der Verzicht auf Koffein, Alkohol, Tabak und zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke trägt dazu bei, die Häufigkeit von Panikattacken zu verringern.
  • Gesunde Lebensweise: Ein ruhiger und strukturierter Lebensstil mit regelmäßigen Schlafzeiten und einer gesunden, ausgewogenen Ernährung ist empfehlenswert.
  • Entspannung: Entspannungstechniken wie Achtsamkeitsmeditation und progressive Muskelrelaxation helfen, bei regelmäßiger Übung, Ängste abzubauen.

Die hier gegebenen Empfehlungen sind allgemein gehalten und stellen keinesfalls einen Ersatz für eine medizinische Beratung und eine psychotherapeutische Behandlung dar.

 

Wenn Sie eine ausgeprägte Unruhe oder Angst bemerken, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe zu suchen.

 

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Rahmen der COVID-19-Krise sind für die Bevölkerung eine große Herausforderung. Für Menschen mit Zwangsstörungen kann die Belastung allerdings um ein Vielfaches höher ausfallen. Betroffene können sich in ihren Zwängen bestätigt sehen, wodurch zwanghaftes Grübeln, Waschen, Putzen und Kontrollieren weiter zunehmen kann.

Jeder von uns kennt Momente, in denen wir fürchten, etwas Wichtiges vergessen zu haben (z. B. den Herd auszuschalten oder die Tür abzuschließen). Es kann in solchen Situationen sinnvoll sein, auf Nummer sicher zu gehen und etwas zweimal zu überprüfen.

Es gibt aber Menschen, bei denen der Gedanke, etwas vergessen zu haben, derart aufdringlich und angsteinflößend ist, dass er „zwanghaft“ alle anderen Gedanken ausblendet. Auch das einmalige Nachprüfen reicht dann eventuell nicht mehr aus, um die Angst zu lindern, so dass es zu einem „zwanghaften“, wiederholten Kontrollieren kommen kann. Bleiben „Zwangsgedanken“ und/oder „Zwangsverhalten“ über längere Zeit bestehen, kann es zu einer sogenannten „Zwangsstörung“ kommen, welche die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann. Hinzu kommt, dass sich Betroffene oft für ihre Gedanken oder ihr Verhalten schämen und versuchen ihre Zwänge zu verheimlichen. Auch dies kann sehr anstrengend sein.

Bei der Zwangsstörung wiederholen sich zwanghafte Gedanken ständig und lassen sich willentlich nur schwer unterdrücken. Sie werden meistens als sinnlos und quälend erlebt und können sehr zeitraubend sein. Um die Angst und Anspannung zu lindern, die von Zwangsgedanken ausgelöst werden, fühlen sich Betroffene gedrängt, bestimmte Rituale durchzuführen. Diese Zwangshandlungen reduzieren die Angst allerdings nur kurzfristig, tragen, im Sinne eines Teufelskreises, langfristig aber dazu bei, dass sich die Zwangsstörung noch weiter verschlimmert. Zwangsgedanken treten dann häufiger auf und werden immer belastender.

Die Zwangsstörung kann sich sehr unterschiedlich ausdrücken, z.B. als Wasch- oder Putzzwang, Kontrollzwang, Ordnungszwang, Sammelzwang oder Zählzwang. Manche Menschen haben auch eine zwanghafte Angst davor, sich unangemessen zu verhalten, anderen oder sich selbst zu schaden, oder jemanden sexuell zu belästigen. Dies bedeutet aber auf keinen Fall, dass sie dies auch tun würden!

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Im Rahmen der COVID-19-Pandemie und den diesbezüglich getroffenen Schutzmaßnahmen ist es nachvollziehbar und bis zu einem gewissen Grad natürlich auch wünschenswert, dass bewusst über die Gefahren einer Infektion nachgedacht, sozialer Kontakt vermieden und mit verstärktem Händewaschen reagiert wird. Diese aktuell sinnvollen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bergen allerdings ein gewisses Risiko zur Entwicklung, respektive der Zunahme von Zwangsstörungen (vor allem des Waschzwangs), auch über die Gesundheitskrise hinaus.

Beim Waschzwang leiden Betroffene unter der ständigen Angst, sich durch Mikroorganismen, Körperflüssigkeiten oder Schmutz zu kontaminieren. Lässt sich die Berührung nicht vermeiden, werden ausgiebige Wasch- und Reinigungsrituale durchgeführt. Sie folgen in der Regel einem genau festgelegten Ablauf. Wird das Ritual unterbrochen, muss der Betroffene noch einmal von vorn beginnen, oft bis zur totalen Erschöpfung.

Angesichts der aktuellen Lage kann es sehr schwierig sein, „normales“ Denken und Verhalten von einer zwanghaften Ausprägung zu unterscheiden. Folgende Fragen können dabei eventuell hilfreich sein:

  • Haben Sie quälende Gedanken, die Sie loswerden möchten, aber nicht können? Drehen Ihre Gedanken z.B. immer wieder um die Möglichkeit, sich oder andere Menschen angesteckt zu haben, auch wenn es keine objektiven Anzeichen dafür gibt?
  • Waschen und putzen Sie übermäßig viel? Waschen oder desinfizieren Sie sich z.B. öfter die Hände, als es auch angesichts der aktuellen Situation objektiv angeraten wird? Öfter als es z.B. ihre Bekannten tun?
  • Wird Ihr Alltag von anderen Maßnahmen bestimmt, der Angst vor einer Ansteckung entgegenzuwirken? Bleibt dadurch kaum mehr Zeit oder Energie für anderes (Arbeit, Familie, Hobbys) übrig?
  • Kontrollieren Sie sehr viel? Kommt es Ihnen vor, dass Sie Dinge immer wieder nachprüfen (Elektro-Geräte aus? Türen geschlossen?), auch wenn Sie objektiv gesehen bereits nach dem ersten Mal beruhigt sein müssten?
  • Brauchen Sie für Alltagstätigkeiten sehr lange? Merken Sie, dass Sie verschiedene Tagesabläufe fast schon ritualisiert abarbeiten und bei Unterbrechung wieder von vorn anfangen müssen?

Wenn Sie daran zweifeln, ob Ihre Gedanken und Ihr Verhalten der aktuellen Situation noch angepasst sind und diese mit zunehmendem Leidensdruck einhergehen, zögern Sie nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Je früher desto besser.

Zwangsstörungen sind in der Regel sehr gut behandelbar.

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Umgang mit Depressionen

Wenn man sagt, dass man sich depressiv fühlt, meint man in den meisten Fällen dass man sich gedrückt oder erschöpft fühlt, weil einem etwas Sorgen macht. Die meisten Menschen fühlen sich von Zeit zu Zeit traurig, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie an einer Depression leiden.

Depression beschreibt zwar diese Art von Gefühlen, aber auf eine Art und Weise, die sich einschränkend auf die täglichen Aktivitäten auswirkt und den Betroffenen davon abhält Dinge zu tun, die er üblicherweise tut und die ihm Freude bereiten. Depression ist eine psychische Störung. Das bedeutet, dass Depression eine Krankheit ist. Sowohl das Gehirn, als auch der Rest des Körpers, werden durch diese Erkrankung beeinträchtigt.

Man sollte sich die folgenden Fragen stellen:

Fühlte ich mich in letzter Zeit anders, schwermütiger und ängstlicher? Hat mich in letzter Zeit etwas betrübt? Wenn ja, dann ist dieses Gefühl von Traurigkeit vielleicht eine Reaktion auf die derzeitige Situation. Habe ich mich auf eine Art launisch und besorgt gefühlt, die mich davon abhält mein Leben so zu gestalten, wie ich es gewohnt bin? Und dies seit länger als zwei Wochen? In diesem Fall kann es sein, dass es sich um eine Depression handelt.

Es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, dass Depression behandelbar ist.

Weitere Informationen zum Thema Depression finden Sie in dieser Broschüre und unter: www.prevention-depression.lu .

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Die Symptome einer Depression sind:

  • Depressive Stimmung (traurig, leer, hoffnungslos)
  • Verlust von Interesse oder Freude
  • Verminderter oder gesteigerter Appetit
  • Schlaflosigkeit oder vermehrter Schlaf
  • Rastlosigkeit oder Verlangsamung
  • Müdigkeit oder Energieverlust
  • Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit
  • Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Gedanken an den Tod, Suizidvorstellungen

Eine Depression liegt vor, wenn mindestens fünf der aufgelisteten Symptome über längere Zeit (etwa zwei Wochen lang) fast den ganzen Tag andauern, wobei mindestens eines der Symptome entweder depressive Stimmung oder Verlust von Interesse oder Freude ist. Wie viele dieser Symptome ein Betroffener verspürt und wie stark sie sind, ist unterschiedlich.

Denken Sie daran, dass Depressionen behandelbar sind. Je früher desto besser.

Weitere Informationen zum Thema Depression finden Sie in dieser Broschüre und unter: www.prevention-depression.lu .

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In diesem Fall sollte man den Test durchführen, der auf dieser Website zu finden ist. Unter Umständen sollte man auch eine medizinische Meinung einholen, um sicherzustellen, dass es sich nicht um eine Depression handelt.

Ja, es gibt einen Screening-Test. Wenn Sie sich selbst testen möchten, laden wir Sie ein, diesen Fragebogen auszufüllen, der auf der Website www.prevention-depression.lu zu finden ist, und die Meinung eines Spezialisten einzuholen.

Denken Sie daran, dass Depressionen behandelt werden können. Je früher desto besser.

Weitere Informationen zum Thema Depression finden Sie in dieser Broschüre und unter: www.prevention-depression.lu .

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Eine Änderung Ihres Lebensstils kann dazu beitragen, die Symptome einer Depression zu verringern. Tatsächlich haben einige Studien die Wirksamkeit von Strategien gezeigt, die wir alle anwenden können, nämlich:

  1. Sportliche Betätigung von geringer Intensität trägt dazu bei, dass man sich besser fühlt, indem Ängste und Depressionen reduziert werden und die kognitive Leistung bei Erwachsenen sowie bei Kindern verbessert wird.
  2. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Gemüse, Obst und Fisch (Omega 3) ist, trägt zur Leistungssteigerung und zur Verringerung der Symptome emotionaler Störungen bei.
  3. Ein Aufenthalt in der Natur kann die kognitiven Funktionen und das Wohlbefinden fördern.
  4. Sich die Zeit nehmen, mit vertrauten Personen zu reden und soziale Kontakte zu pflegen, kann das psychische Wohlbefinden ebenfalls um ein vielfaches verbessern.
  5. Regelmäßige Entspannung und eine gute Schlafhygiene helfen, Depressionen besser zu bewältigen.
  6. Andere Personen unterstützen (in vernünftigem Umfang), insbesondere in dieser Zeit, ist förderlich für die eigene körperliche und psychische Gesundheit. Altruismus und Großzügigkeit steigern die Freude und verringern gleichzeitig Selbstverachtung und Schuldgefühle.
  7. Sich an die Behandlung halten, die der Arzt oder Psychotherapeut verschrieben hat und mit dieser Person offen über Zweifel sprechen, unterstützt ebenfalls eine schnellere Genesung.

In Kombination mit der Behandlung, in der Sie sich befinden, werden Ihnen die aufgeführten Punkte helfen, Ihre Depression zu bewältigen und zu Ihrer Genesung beizutragen.

Denken Sie daran, dass Depressionen behandelbar sind. Je früher desto besser.

Weitere Informationen zum Thema Depression finden Sie in dieser Broschüre und unter: www.prevention-depression.lu .

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Umgang mit Schlaf während der Ausgangssperre

Schlaf ist ein Zustand, in dem wir etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen. Er gehört zu den lebenswichtigen Funktionen des Körpers wie Atmung, Verdauung oder Immunität.

Schlaf hilft, die motorische Aktivität zu reduzieren und Energie zu sparen. Er erlaubt es dem Körper, sich auszuruhen, indem er die wichtigsten Grundfunktionen nach und nach reduziert: Puls und Atmung verlangsamen sich, Blutdruck, Muskeltonus und Körpertemperatur sinken. Darüber hinaus erleichtert er die Verarbeitung von Dingen, die tagsüber gelernt wurden, da das Gehirn nachts aktiv bleibt. Durch die während des Schlafs ausgeschütteten Wachstumshormone trägt der Schlaf zu unserem Wachstum und unserer Entwicklung bei. Schließlich spielt er eine Schlüsselrolle bei der Regulierung unserer Emotionen und unseres psychischen Wohlbefindens.

Die Covid-19-Krise stört das Schlafverhalten vieler Menschen. Die damit zusammenhängenden Einschränkungen haben unsere Lebensgewohnheiten stark verändert (geringere körperliche Aktivität, Selbst-Isolation zu Hause, usw.), aber auch unseren emotionalen Zustand (Angst angesteckt zu werden oder selbst ansteckend zu sein, Ungewissheit betreffend die Zukunft usw.). Schlafentzug kann zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen führen:

  • Bluthochdruck-Erkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • psychische, psychiatrische und neurologische Störungen
  • verminderte Produktion von Wachstumshormonen (insbesondere bei Kindern)
  • Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung der Wachsamkeit im Wachzustand
  • ADHS
  • Stimmungsschwankungen und Stresszustände
  • Lernschwierigkeiten und Schwierigkeiten sich an neue Lerninhalte zu erinnern
  • Vorzeitige Hautalterung
  • v.m.

Quelle: Wir danken dem CPATS (www.cpats.lu) für die Bereitstellung des Inhalts ihrer Broschüre « Sommeil et troubles du sommeil ».

Die Qualität unseres Schlafs hängt hauptsächlich davon ab, was wir während des Tages tun. Ein Mangel an körperlicher Anstrengung, schlechte Ernährung, ungelöste Konflikte oder übermäßiger Stress während des Tages können unseren Schlaf stören. Im Allgemeinen können wir empfehlen, Maßnahmen auf persönlicher Ebene und auf der Ebene des Schlafzimmers zu ergreifen.

Auf der persönlichen Ebene:

Die Stunden vor dem Schlaf sollten idealerweise Aufgaben gewidmet werden, die sowohl geistig als auch körperlich entspannen.

  • Machen Sie vor dem Schlafengehen etwas Entspannendes (Lesen, Musikhören, usw.).
  • Gehen Sie nicht zu Bett, wenn Sie nicht müde sind. Bleiben Sie nicht im Bett, wenn Sie Schwierigkeiten beim Einschlafen haben: Stehen Sie auf, lesen Sie (Zeitschrift, Buch, usw.), vermeiden Sie helles Licht.
  • Vermeiden Sie starke visuelle (TV-, Computer- oder Laptop-Bildschirme, usw.), akustische (laute Musik) oder intellektuelle Stimulation vor dem Schlafengehen.
  • Setzen Sie die beruflichen und/oder privaten Aktivitäten des Tages nicht im Bett fort.
  • Üben Sie mentale Entspannungstechniken, die Ihnen beim Einschlafen helfen.
  • Unternehmen Sie mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen keine körperliche Aktivität.
  • Vermeiden Sie es, abends zu viel zu essen.
  • Vermeiden Sie Alkoholkonsum, der Schläfrigkeit und nächtliches Erwachen fördert.
  • Vermeiden Sie vor dem Schlafengehen die folgenden Stimulanzien: Kaffee, Tee, Vitamin C, koffeinhaltige Limonaden, Zigaretten, Energiedrinks, usw.

Auf der Schlafzimmer-Ebene:

Auch wenn wir mit geschlossenen Augen schlafen, ist es dennoch wichtig, dafür zu sorgen, dass die Atmosphäre im Schlafzimmer angenehm und einem guten Schlaf zuträglich ist.

  • Harte oder eher weiche Matratze? Das spielt keine Rolle, solange sie einen komfortablen und erholsamen Schlaf ermöglicht.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Zimmer dunkel ist.
  • Die ideale Raumtemperatur sollte der Umgebungstemperatur entsprechen oder kühl sein: 18 bis 20°C.
  • Vermeiden Sie wegen der elektromagnetischen Wellen elektrische Geräte in der Nähe des Bettes.
  • Entfernen Sie Lärmquellen (Uhr, Radio, Fernsehen, usw.).
  • Benutzen Sie Ihr Schlafzimmer nicht als Arbeitsplatz, arbeiten Sie nicht in Ihrem Bett.
  • Verwenden Sie ein gemeinsames Bett, aber verwenden Sie zwei getrennte Bettfedern oder zwei Einzelbetten, wenn Sie empfindlich auf die Bewegungen des Partners oder der Partnerin reagieren.

Im Allgemeinen ist Folgendes wichtig:

  • Einen Schlafrhythmus finden und einhalten.
  • Nach Möglichkeit immer zur gleichen Zeit aufstehen und zu Bett gehen, auch am Wochenende. Den Morgen durchzuschlafen, kann unseren Schlafrhythmus stören, dies also nur in Ausnahmefällen tun.
  • Rituale vor dem Einschlafen festlegen, die entspannend wirken, da sie die Zeit bis zum Einschlafen verkürzen.
  • Sich den bevorstehenden Problemen stellen, indem sie auf ein Blatt Papier aufgeschrieben werden.
  • Optimal aufwachen: Licht, Dusche, Frühstück usw.
  • Es vermeiden, während der Nacht auf Wecker oder Uhr zu schauen.

Quelle: Wir danken dem CPATS (www.cpats.lu) für die Bereitstellung des Inhalts ihrer Broschüre « Sommeil et troubles du sommeil ».

Auch in Zeiten eines Coronavirus ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie unter Schlafstörungen leiden. Gesundheitliche Probleme, die durch schlechten Schlaf verursacht werden, können auf lange Sicht behindernder und problematischer sein als die Covid-19-Krankheit. Zögern Sie nicht, Ihren Hausarzt zu konsultieren, wenn Sie in den folgenden Situationen sind:

  • Sie haben seit mehreren Wochen Schwierigkeiten beim Einschlafen.
  • Sie wachen zu früh auf, z.B. gegen 4 bis 5 Uhr morgens, obwohl Ihr Wecker um 7 Uhr morgens klingelt.
  • Sie haben unangenehme Empfindungen in Ihren Beinen, die Sie am Einschlafen hindern oder Sie aufwecken.
  • Sie sind morgens trotz einer "normalen" Nacht müde.
  • Sie wollen tagsüber schlafen und haben Schwierigkeiten, aktiv zu bleiben.
  • Ihre Familie, Ihre Partnerin oder Ihr Partner stören sich an Ihrem Schnarchen und haben bemerkt, dass Ihre Atmung im Schlaf aussetzt.
  • Ihr Schlaf ist unruhig.
  • Sie machen auffallende oder ruckartige Bewegungen im Schlaf.
  • Sie wachen nachts oft auf, um zu essen.
  • Sie wachen nachts auf und haben Probleme, wieder einzuschlafen.
  • Sie haben das Gefühl, schlecht geschlafen zu haben.

Quelle: Wir danken dem CPATS (www.cpats.lu) für die Bereitstellung des Inhalts ihrer Broschüre « Sommeil et troubles du sommeil ».

Umgang mit Substanzkonsum

Die aktuelle Situation verändert die Gewohnheiten von vielen. Stress oder Angst vor dem Unbekannten, um unsere Gesundheit und finanzielle Lage, aber auch Langeweile zu Hause können einen Einfluss auf unseren Alkoholkonsum haben. Der neue Trend in den Sozialen Medien, das sogenannte „E-apéro“ ist ein weiterer Faktor, der zum Konsum von alkoholischen Getränken anregen kann. 

Auch wenn einerseits Alkohol zurzeit in den Sozialen Medien sehr präsent ist und einige dazu verleitet werden, durch den Konsum von Wein, Bier oder Spirituosen ihre Gefühle zu unterdrücken oder aus der Situation zu flüchten, so ist andererseits die Verfügbarkeit von alkoholischen Getränken verringert. Bars und Restaurants sind geschlossen. Alkohol kann nur in Supermärkten erworben werden. Dies motiviert einige, den Umstand zu nutzen und ihren Alkoholkonsum zu reduzieren oder gar eine Konsumpause einzulegen.

Wenn Sie während den Ausgangsbeschränkungen nicht auf den Konsum von Alkohol verzichten möchten, empfehlen wir den maßvollen Konsum von Alkohol.

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Quelle: Wir danken dem Cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

Durch die COVID-19-Pandemie haben sich unsere Gewohnheiten verändert. Um gut durch diese außergewöhnliche Zeit der Ausgangsbeschränkungen zu kommen, ist es sehr wichtig ein Gleichgewicht zu finden und neue Gewohnheiten zu schaffen.

Bei einigen kann der Alkoholkonsum in dieser Zeit ansteigen. Wir empfehlen Ihnen, auch zu Hause „im grünen Bereich“ zu bleiben und auf Ihre Grenzen zu achten. Auch dort sind Sie für sich und Ihre Mitmenschen verantwortlich.

Unsere Tipps:

  • Bleiben Sie in Kontakt mit Freunden und Familie.
  • Behalten Sie einen gesunden Lebensstil bei – mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Schlaf, Sport, usw.
  • Vermeiden Sie den Konsum von Alkohol, um negative Gedanken zu verdrängen. Haben Sie Ängste und/oder Sorgen? Dann melden Sie sich bei den speziell dafür eingerichteten Hotlines.
  • Nutzen Sie die zusätzliche Zeit, um Ihren Freizeitbeschäftigungen nachzugehen oder suchen Sie sich neue.
  • Lassen Sie keine Alkoholflaschen sichtbar herumstehen.

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen weitere Hilfe oder Unterstützung benötigen, können Sie sich auf dieser Internet-Seite informieren:

https://sante.public.lu/fr/prevention/alcool/aides-utiles/index.html

Möchten Sie während der Ausgangssperre Alkohol konsumieren, empfehlen wir einen maßvollen Konsum.

Für gesunde Erwachsene gilt als risikoarmer Konsum:

  • Für Männer maximal zwei Standardgläser Alkohol pro Tag
  • Für Frauen maximal ein Standardglas Alkohol pro Tag
  • An mindestens zwei Tagen pro Woche alkoholfrei bleiben

Unter einem Standardglas Alkohol versteht man ein Glas, das zwischen 10 und 12 Gramm reinen Alkohol enthält, z.B. Bier (0,3 l), Wein (0,1 l), Schnaps (4 cl).

Sie können die Zeit der geschlossenen Bars und Restaurants auch nutzen, um Ihren Konsum zu verringern oder eine Pause einzulegen - „Take a break“. Versuchen Sie durch eine Pause (Bsp. 1 Monat) über Ihren eigenen Alkoholkonsum nachzudenken und sich zu fragen, welchen Stellenwert dieser in Ihrem Leben und Alltag einnimmt.

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Quelle: Wir danken dem Cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

Ein gesteigerter Alkoholkonsum kann verschiedene Risiken für den Konsumenten oder die Menschen aus seinem Haushalt mit sich bringen:

  • Anstieg der Unfälle im Haushalt (Verletzungen, Stürze, usw.)
  • Zunahme der Spannungen unter den Mitgliedern des Haushaltes
  • Gewalt zwischen den Bewohnern eines Haushaltes
  • Vernachlässigung der Schutz- und Hygienemaßnahmen (Ansteckungsrisiko)
  • Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen

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Quelle: Wir danken dem Cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

Soziale Distanzierung und zu Hause bleiben sind aktuelle Herausforderungen für die meisten Menschen. Der Konsum von Cannabis ist für viele daher vielleicht ein reizvoller Zeitvertreib und gleichzeitig ein Versuch, belastende Gedanken und Gefühle auszublenden.

Aktuell gibt es noch keine Studie, die den Einfluss von Cannabiskonsum auf eine Infektion mit dem neuartigen Virus untersucht hat.

Es gibt jedoch deutliche Hinweise, dass (Tabak-)Raucher zu den Risikogruppen gehören, die häufiger von einem schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung betroffen sind. Man kann davon ausgehen, dass jeglicher inhalierter Rauch potentiell schädlich für die Lunge ist. Personen, die regelmäßig Cannabis rauchen (oft mit Tabak gemischt), müssen deshalb damit rechnen, dass sie ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung an COVID-19 haben.

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Quelle: Wir danken dem cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

Da der Konsum, Besitz und Anbau von Cannabis in Luxemburg verboten sind, haben wahrscheinlich viele Konsumenten in der aktuellen Situation (Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Grenzen und verschärfte Kontrollen) Schwierigkeiten, Cannabis zu erwerben.
Für den einen oder anderen kann dies eine Herausforderung aber auch zugleich eine Chance sein, weniger zu konsumieren oder eine Pause einzulegen.

Mögliche Tipps dabei:

  • Festen Tagesablauf planen und einhalten (z.B. feste Zeiten für Essen, Schlafen, Arbeiten oder Lernen)
  • Medienkonsum im Blick behalten (ggf. zeitlichen Rahmen setzen)
  • Soziale Beziehungen aufrechterhalten (Telefon, Videotelefonie)
  • Gesunden Lebensstil beibehalten – mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Schlaf, Sport usw.

 

Wenn Sie merken, dass Ihnen eine freiwillige oder erzwungene Konsumpause schwerfällt, finden Sie hier Unterstützung (Infos, Selbst-Test, Online-Beratung u.a.):

https://www.suchtberodungonline.lu/de/

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Quelle: Wir danken dem cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

  • Sie sollten auf jeden Fall auf das gemeinsame Rauchen eines Joints, einer Wasserpfeife, einer Bong etc. verzichten, um das Risiko einer Virusübertragung zu reduzieren.
  • Benutzen Sie rauchfreie orale Konsumformen. Diese rauchfreien Formen bedeuten auch in der aktuellen Situation weniger gesundheitliche Risiken (siehe Frage „Gibt es in der aktuellen Situation ein besonderes Risiko für Cannabis-Konsumenten?“).

Hinweis: Beim oralen Konsum beginnt die Wirkung später, dafür häufig stärker und länger anhaltend  -> Risiko der Überdosierung, falls man zu viel konsumiert

  • Schützen Sie andere Personen in Ihrem Haushalt vor den Risiken des Passivrauchens. -> Vermeiden Sie, wenn möglich, das Rauchen von Cannabis in geschlossenen Räumen.
  • Wenn kein Cannabis zur Verfügung ist: Take a break!
    Legen Sie eine Konsumpause von z.B. 4 Wochen ein, um zu „testen“, welchen Stellenwert Cannabis in ihrem Leben hat. Verändern Sie danach ggf. Ihren Cannabiskonsum.

Weitere Infos und Unterstützung finden Sie hier:

http://cnapa.lu/de/substances/cannabis/

https://www.suchtberodungonline.lu/de/

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Quelle: Wir danken dem cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

Auch wenn die Datenlage noch begrenzt ist, gibt es Hinweise, dass Raucher offenbar ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung haben.

Besonders Raucher, die bereits an einer Folgeerkrankung wie Bluthochdruck, Herz- und Atemwegserkrankungen oder Krebs leiden, sollten dies zum Anlass nehmen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Frage, ob sich Raucher häufiger mit dem neuartigen Coronavirus anstecken, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geklärt.

Bekannt ist jedoch aus früheren Studien, dass Rauchen generell das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Infektionen der Atemwege erhöhen kann.

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Quelle: Wir danken dem Cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

Ein Rauchstopp lohnt sicher immer. In der aktuellen Situation erst recht!

Schon wenige Stunden nach der „letzten Zigarette“ wird der Körper besser mit Sauerstoff versorgt: das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert sich sehr schnell.

Der allgemeine Gesundheitszustand und die körperliche Fitness verbessern sich.

Aktuell wichtiger Effekt:

Beim Rauchen einer Zigarette berühren die Finger häufig das Gesicht. Ein Rauchstopp führt zu weniger Berührungen und vermindert das Risiko einer Virusübertragung.

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Quelle: Wir danken dem Cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

Durch die aktuellen Beschränkungen verändert sich die Gestaltung des Alltags für die meisten Menschen. Auch wenn dies teilweise sehr belastend sein kann, bietet die neue Situation eine Gelegenheit, alte Rauch-Gewohnheiten zu unterbrechen und eine neue Tagesstruktur ohne Zigarette zu entwickeln.

Mögliche Tipps für die ersten rauchfreien Tage:

  • Entfernen Sie alle Zigaretten, Aschenbecher und andere Rauchutensilien.
  • Waschen Sie Ihre Kleidung, um den Geruch nach Rauch zu entfernen.
  • Beobachten Sie sich: in welchen Situationen entsteht ein Verlangen zu rauchen?
  • Überlegen Sie sich Alternativen, um in kritischen Situationen dem Rauchverlangen nicht nachzugeben, z.B.
  • Fenster öffnen und tief durchatmen
  • Glas Wasser neben den PC/Laptop stellen, anstatt der Zigarettenschachtel
  • Nach dem Essen sofort aufstehen und die Zähne putzen
  • In der ersten Zeit keinen Kaffee trinken, sondern auf Tee umsteigen

Sich bewegen

Hier finden Sie verschiedene Angebote der Unterstützung bei einem geplanten Rauchstopp:
www.tabac-stop.lu

https://sante.public.lu/fr/prevention/tabac/aides-utiles/index.html

https://www.maviesanstabac.lu/

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Quelle: Wir danken dem Cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

  • Verzichten Sie am besten auf das Zusammenstehen und das gemeinsame Rauchen mit anderen, um das Risiko einer Tröpfcheninfektion zu reduzieren. Diese Empfehlung betrifft auch das gemeinsame Rauchen einer Wasserpfeife (Shisha). Das Übertragungsrisiko ist zusätzlich erhöht, wenn dabei auch noch das gleiche Mundstück von mehreren Personen verwendet wird.
  • Schützen Sie andere Personen im Haushalt vor den Risiken des Passivrauchens: Vermeiden Sie das Rauchen in geschlossenen Räumen. Rauchen Sie konsequent auf dem Balkon oder im Garten.
  • Steigen Sie, wenn möglich, komplett auf elektronische Inhalationsprodukte (E-Zigarette / E-Shisha) um. Beim Verdampfen des Liquids werden insgesamt weniger Schadstoffe freigesetzt als bei der Verbrennung von Tabak.
  • Take a break! Machen Sie eine Rauchpause von z.B. 4 Wochen um zu „testen“, ob Sie auch danach rauchfrei bleiben möchten.

Infos und Unterstützung finden Sie hier:

www.tabac-stop.lu

https://sante.public.lu/fr/prevention/tabac/aides-utiles/index.html

https://www.maviesanstabac.lu/

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Quelle: Wir danken dem Cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

Benzodiazepine sind verschreibungspflichtige Medikamente, die auf das zentrale Nervensystem wirken und hauptsächlich zur Behandlung von Schlaf- und Angststörungen eingesetzt werden.  Die Einnahme dieser Medikamente oder anderer Schlaf- und Beruhigungsmittel kann zu einer starken Abhängigkeit führen. Zudem besteht das Risiko, die Dosis kontinuierlich steigern zu müssen, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Die Behandlung mit einem vom Arzt verschrieben Benzodiazepin dauert in der Regel zwischen 4 und 12 Wochen. Es handelt sich daher nicht um eine dauerhafte Lösung. Beim Absetzen des Medikaments kann es während einiger Tage zu „Rebound“-Effekten kommen, die den Ursprungssymptomen einer Angst- oder Schlafstörung ähneln.

Vor Beginn oder Beendigung einer Medikamenteneinnahme sollte man dies unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Falls Sie Stress oder Angst verspüren, nutzen Sie eher Entspannungsmethoden (Yoga, Qi Gong, Spazieren in der Natur, etc.) oder Sport um abzuschalten. 
Auf dieser Internetseite finden Sie in der Rubrik « Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit » bei der Frage « Wie können Sie Ihre psychische Gesundheit während dieser Krise aufrechterhalten?   » weitere hilfreiche Empfehlungen.

Unterstützung bei seelischen Belastungen bietet auch eine Hotline: 8002 8080

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Quelle: Wir danken dem Cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

  • Alter: Für Personen, die älter als 65 Jahre sind, ist die Wirkung stärker und hält länger an.
  • Straßenverkehr: Die Einnahme von Benzodiazepinen erhöht das Risiko von Verkehrsunfällen, da sie zu erhöhter Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen sowie zu Konzentrationsschwierigkeiten führen kann.
  • Mischkonsum: der gleichzeitige Gebrauch von anderen psychoaktiven Substanzen
    (z.B. Alkohol) erhöht das Risiko einer Überdosierung.

Achtung: Die Beendigung der Medikamenteneinnahme (genauso wie der Beginn) sollte nie erfolgen, ohne vorher mit dem behandelnden Arzt zu sprechen. Ein abruptes Absetzen kann zu starken Entzugserscheinungen führen, die manchmal mit hohen gesundheitlichen Risiken verbunden sind. Sprechen Sie mit ihrem Arzt, wenn Sie eine Alternative wünschen.

Um Entspannung ohne Medikamenteneinnahme zu erreichen, können verschiedene Methoden (Yoga, Qi Gong, Spazieren in der Natur, etc.) oder Sport genutzt werden.

Auf dieser Internetseite finden Sie in der Rubrik « Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit » bei der Frage « Wie können Sie Ihre psychische Gesundheit während dieser Krise aufrechterhalten?   » weitere hilfreiche Empfehlungen.

Unterstützung bei seelischen Belastungen bietet auch eine Hotline: 8002 8080

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Quelle: Wir danken dem Cnapa - Centre National de Prévention des Addictions für die Verfassung dieses Textes.

Umgang mit der Endphase des Lebens oder dem Tod eines nahestehenden Menschen

Die Endphase des Lebens und der Tod eines geliebten Menschen stellen einen ganz besonderen Moment dar, der das Leben tiefgreifend verändert. Jeder Mensch lebt mit der Trauer und überwindet sie auf eigene Weise. Die aktuelle Situation kann den Trauerprozess zusätzlich erschweren.

Besondere Risiken in der Endphase des Lebens:

Menschen, die in ihrem nahen Umfeld eine Person in der Endphase ihres Lebens haben, sind aktuell mit sozialen Distanzierungsmaßnahmen konfrontiert, die es ihnen nicht erlauben, diese Person zu besuchen und/oder Abschied von ihr zu nehmen.

Dieses Verbot ist zwar notwendig, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, kann sich aber verheerend auf die Beziehungsqualität zwischen Familienmitgliedern oder sonstigen nahestehenden Personen, in den letzten Lebensmomenten, auswirken.

Menschen in der Endphase ihres Lebens riskieren mehrere Wochen isoliert von ihren Nahestehenden zu verbringen und ihr Leben in extremer Einsamkeit zu beenden. Für das Umfeld kann es zudem frustrierend sein, die betroffene Person nicht besuchen zu können. Diese Situation kann Ärger und Hilflosigkeit auslösen und die mentale Vorbereitung auf den Tod erschweren. 

Besondere Bedingungen im Todesfall

Die üblichen Zeremonien bei Todesfällen sind derzeit teils unmöglich. Wenn die Person, die in einer Einrichtung oder im Krankenhaus verstorben ist, mit COVID-19 infiziert war, sollten Abschiedsfeiern mit der Familie und sonstigen Personen vermieden werden. Trauerfeiern werden verschoben bis die Krise überwunden ist. Friedhofszeremonien können stattfinden, sind aber auf ein striktes Maximum von 10 Personen beschränkt und die Teilnehmer müssen einen gewissen Abstand voneinander halten. Auch hier ist Körperkontakt ausdrücklich zu vermeiden.

Hier sind einige Vorschläge wie Sie die aktuellen Schwierigkeiten überwinden können:

Berücksichtigen Sie die Umstände des Abschieds. Trauer ist ein langer Prozess. Die Umstände am Lebensende und die Trauerfeierlichkeiten sind wesentliche Bestandteile des Trauerprozesses, dieser geht jedoch weit darüber hinaus. Bei allen Trauerprozessen ist die wichtigste Komponente die Qualität der Beziehung zu Lebzeiten des Verstorbenen. Um die Bedingungen, unter denen die Person verstorben ist, zu relativieren, konzentrieren Sie sich auf die Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse und die tiefe emotionale Beziehung, die Sie mit der betroffenen Person hatten, welche über den Tod hinaus besteht.

Rituale werden verschoben, nicht abgesagt. Die sozialen Distanzierungsmaßnahmen gelten nicht auf ewig. Wenn die Gesundheitskrise vorbei ist, wird es möglich sein, Trauerfeiern zu organisieren, welche vorher nicht stattfinden konnten. Es wird weiterhin möglich sein, die Angehörigen um das Grab zu versammeln und das Andenken an die vermisste Person zu ehren. 

Dem Verstorbenen von zuhause aus die Ehre erweisen. Während sie auf das Ende der Gesundheitskrise warten, ist es für die Trauernde möglich, den Trauerprozess von zuhause aus zu gestalten: zum Beispiel ein Foto aufstellen um die verstorbene Person zu ehren, eine Kerze, die man jeden Tag anzündet oder Briefe schreiben. "Das ist nicht morbid, ganz im Gegenteil. Menschen brauchen greifbare, konkrete Dinge, um mit Trauer umzugehen. Wir müssen einen rein intellektuellen Umgang mit Trauer vermeiden", rät Christophe Fauré, ein auf Trauer spezialisierter französischer Psychiater.

Der Tod eines geliebten Menschen stellt die Erwachsenen vor die große Herausforderung, die richtigen Worte zu finden und den Kindern und Jugendlichen mit einem angemessenen Verhalten zu begegnen.

Das Informationsblatt „Umgang mit Kindern und Jugendlichen bezüglich Covid-19“ : des Kanner- a Jugendservice von Omega 90 liefert nützliche Informationen zu :

  • möglichen Veränderungen im Verhalten
  • verschiedenen Möglichkeiten, diese zu thematisieren
  • Handlungsmöglichkeiten für Erwachsene
  • Handlungsmöglichkeiten für Kinder oder Jugendliche
  • der besonderen Situation eines Todesfalls durch Covid-19

Die Einrichtung Omega 90 hat sich auf die Unterstützung von Menschen in der Endphase ihres Lebens und ihre Angehörigen, sowie auf die Begleitung von Trauernden spezialisiert. Beratung und Begleitung sind weiterhin per Telefon und Skype möglich. 

Kontakt:

  • Telefonisch unter 26 00 37-1 von Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr.
  • Per Mail: info@omega90.lu

Auf der Website von omega 90 finden Sie weitere Informationen, sowie den Ratgeber "Une personne est décédée ...“, der die Formalitäten im Detail beschreibt, Rituale vorschlägt und über Trauer informiert.

Die Anzeichen einer Psychose erkennen

Während sich die Corona-Pandemie weltweit immer mehr ausbreitet, löst sie auch Stress und Ängste aus. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die zur Entwicklung einer Psychose beitragen können, beispielsweise wenn man gewissen Stresssituationen ausgesetzt ist.

Psychose ist ein Oberbegriff für psychische Störungen, bei denen es zu Veränderungen im Denken, Fühlen und Wahrnehmen kommt, die sich in der Regel auch auf die Handlungen der betroffenen Personen auswirken. Psychosen sind meist vorübergehende Zustände, in denen betroffene Menschen teilweise oder ganz den Bezug zur Realität verlieren. Wahnvorstellungen und Halluzinationen sind typische Anzeichen für eine Psychose. Sie kann das Leben des betroffenen Menschen stark beeinträchtigen und die Fähigkeit erschweren, Beziehungen einzugehen oder aufrechtzuerhalten, einem Beruf nachzugehen, Alltagsverrichtungen vorzunehmen oder für sich selbst zu sorgen.

Die häufigste psychotische Störung betrifft die der Schizophrenie: Entgegen der landläufigen Meinung bedeutet der Begriff "Schizophrenie" nicht "gespaltene Persönlichkeit". Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet "fragmentierter Geist".

Menschen aus dem direkten Umfeld sind oft die ersten, die Veränderungen im Verhalten einer Person bemerken. Die Symptome einer Psychose verändern sich im Laufe der Zeit und sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Mögliche Verhaltensveränderungen:

  • Rückzug, Isolation, mangelndes Interesse an sozialen Beziehungen
  • Verlust von Energie oder Motivation
  • Schlafstörungen und Appetitlosigkeit 
  • Vernachlässigung der persönlichen Hygiene
  • Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • Ungewöhnliches Verhalten
  • Wahrnehmungsstörungen oder Halluzinationen (Sehen, Hören, Fühlen von Dingen, die nicht existieren, insbesondere auditive Halluzinationen)
  • Wahnvorstellungen (z.B. der Glaube, von der Polizei überwacht zu werden oder das Gefühl, dass die eigenen Gedanken von einer äußeren Kraft kontrolliert werden)
  • Verwirrende und zusammenhanglose Gedanken (z.B. Schwierigkeiten, einem Gespräch zu folgen, zusammenhanglose, abgehackte oder unvollständige Sätze bilden, Wörter erfinden)

Diese Anzeichen stehen nicht unbedingt im Zusammenhang mit einer Psychose, aber es ist wichtig, dass sie medizinisch untersucht werden. Wenn Ihnen bestimmte Worte oder Verhaltensweisen einer Ihnen nahestehenden Person ungewöhnlich oder unverständlich erscheinen, nehmen Sie dies ernst. Bei Verdacht auf Psychose, holen Sie sich Hilfe und wenden Sie sich an einen Spezialisten. Es ist wichtig, nicht zu warten. Psychotische Störungen sind Krankheiten, die behandelt werden können. Je früher eine Psychose behandelt wird, desto günstiger verläuft sie.

Zögern Sie nicht, auch die Antwort auf die Frage zu lesen: " Wann ist es notwendig professionelle Hilfe aufzusuchen?"

Autismus und die Ausgangssperre

Menschen mit ASS reagieren überaus sensibel auf Veränderung in ihrem Alltag. Sie reagieren verängstigt auf unvorhersehbare Situationen und Unsicherheiten. Die verhängte Bewegungseinschränkung kam unverhofft über uns alle und verändert unseren Alltag erheblich. Viele Bürgerinnen und Bürger reagieren mit Angst auf diese Art von Unsicherheit. Dieses ungute Gefühl der Unsicherheit ist bei Menschen mit ASS allerdings stärker ausgeprägt.

In gewissem Maße ist Angst also eine normale Reaktion auf die aktuelle Situation. Wenn Sie oder ihr Kind allerdings erhebliche Schwierigkeiten empfinden, etwa, wenn Schlafstörungen, Appetitverlust, ungewöhnliche Verhaltensmuster, verbale oder physische Aggressionen, Angststörungen oder schwerwiegende Besorgnis auftreten, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Quelle: Wir danken der Fondation Autisme Luxembourg für die Verfassung dieses Textes.

Die aktuelle Krisensituation bringt zahlreiche Veränderungen mit sich. Ausgangsbeschränkungen, Schulschließungen, eventuelles Homeoffice der Eltern, Abschottung von Familienmitgliedern und Freunden; all dies sind Veränderungen, welche den Alltag Ihres Kindes in erheblichem Maße verändern. Dies bringt ein Unsicherheitsgefühl mit sich, was wiederum bei Kindern mit einer ASS Angst auslöst.

Sie müssen davon ausgehen, dass Ihr Kind die aktuelle Situation nicht in ihrem gesamten Ausmaß versteht und sich diesbezüglich zahlreiche Fragen stellt, wie zum Beispiel:

  • Wieso gehe ich nicht mehr zur Schule?
  • Wieso finden meine außerschulischen Aktivitäten nicht mehr statt?
  • Wieso läuft meine Therapie nicht weiter?
  • Wer betreut mich heute zu Hause?
  • Wie kann ich meine Zeit zu Hause verbringen?
  • Was passiert mit mir oder meinen Eltern im Falle einer Erkrankung an COVID-19?

Für Ihr Kind ist es besonders schwer nicht genau zu wissen,

  • Wann die Schulen wieder öffnen,
  • Wann es seine Freunde und Großeltern wiedersehen wird,
  • Wann Hobbys oder Therapien wieder stattfinden werden.

Quelle: Wir danken der Fondation Autisme Luxembourg für die Verfassung dieses Textes.

Sie helfen Ihrem Kind, wenn Sie die aktuelle Situation immer wieder anschaulich erklären. Um dem individuellen Verständnisniveau Ihrem Kind gerecht zu werden, können Sie unterstützend bildliche Elemente verwenden. Vor allem ist es sehr wichtig Ihrem Kind dabei zu helfen seinen Alltag klar zu strukturieren. Dies alles kann zum Beispiel wie folgt passieren:

  • Erstellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Kalender, welcher anzeigt, etwa anhand eines Fotos, welches Familienmitglied es an welchem Tag betreut.
  • Wenn Ihr Kind außerhalb des Hauses betreut wird, können Sie anhand eines Fotos im Kalender darstellen wohin es heute geht.
  • Strukturieren Sie mit Ihrem Kind seinen Alltag. Orts- und Zeitangaben sollen klar dargestellt werden. Geben Sie klar verständlich an, welchen konkreten Aktivitäten Ihr Kind während des Tages wie lange und wo nachgehen kann.
  • Stellen Sie Ihrem Kind eine Kiste zur Verfügung, welche symbolische Objekte beinhaltet. Diese Objekte symbolisieren etwa Schularbeiten oder Freizeitaktivitäten außerhalb des Hauses. Diese Kiste können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind füllen und täglich am selben Ort aufbewahren.
  • Erstellen Sie Ihrem Kind eine „To do Liste“, auf welcher es jede erledigte Aktivität im Laufe des Tages durchstreichen kann.
  • Geben Sie Ihrem Kind klare Auskunft darüber, wie lange die unterschiedlichen Aktivitäten dauern werden.
  • Wenn Sie die genaue Dauer der Aktivität nicht angeben können, dann versuchen Sie die Zeitabläufe messbar zu machen, indem Sie z.B. eine Stoppuhr oder eine Sanduhr zur Verfügung stellen.
  • Sehen Sie wenn möglich für jede Aktivität Ihres Kindes einen hellen Ort in Ihrem Haus vor. Die Küche zum Essen, das Büro für die Schularbeiten, den Wohnzimmertisch für kreative Aktivitäten, die Couch zum Fernsehen, das Schlafzimmer zum Schlafen usw.

Es ist davon auszugehen, dass Ihr Kind mehr repetitive und stereotype Verhaltensweisen als gewöhnlich zeigt. Es ist ebenfalls wahrscheinlich, dass Ihr Kind sich noch stärker an sein Lieblingsspiel und -thema klammert. Dieses Verhalten erklärt sich durch die Unsicherheit, welche durch die aktuellen Krisenmaßnahmen bei Ihrem Kind entsteht. Sie sollten nicht versuchen diese Verhaltensmuster zu verbieten. Versuchen Sie hingegen diese zeitlich zu begrenzen, indem Sie klare Anweisungen geben wann, wie lange und wo dieser Lieblingsaktivität nachgegangen werden darf.

Falls Ihr Kind trotz dieser Maßnahmen weiterhin ängstlich ist und Verhaltensauffälligkeiten zeigt, oder wenn Sie weitere Fragen haben, raten wir Ihnen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Quelle: Wir danken der Fondation Autisme Luxembourg für die Verfassung dieses Textes.

Wenn Sie es für notwendig halten und Ihr Kind Sie explizit danach fragt, sollten Sie leicht verständliche Erklärungen geben, welche durch Bilder unterstützt werden können. Die Erklärungen sollten vor allem beruhigend auf Ihr Kind wirken. « Autism Europe AE » stellt unter folgendem Link Materialien zusammen, welche Ihnen Hilfestellung leisten können.

Https://www.autismeurope.org/fr/blog/2020/03/30/la-communaute-de-lautisme-se-mobilise-pour-faire-face-au-covid-19/)

Quelle: Wir danken der Fondation Autisme Luxembourg für die Verfassung dieses Textes.

Angesichts der aktuellen Krisensituation ist es ganz normal, dass Sie verängstigt reagieren. Immerhin hat sich unser aller Alltag völlig verändert. Nichtsdestotrotz ist es gut möglich, dass die aktuelle Krisensituation Sie verstärkt belastet und Sie eventuell Hilfe beanspruchen sollten.

Dies könnte zum Beispiel zutreffen, wenn:

  • Sie Einschlafschwierigkeiten oder Schlafstörungen haben,
  • sich Ihre Essgewohnheiten negativ verändert haben,
  • Sie sich niedergeschlagen, traurig und lustlos fühlen,
  • Sie sich zu sehr langweilen und Ihren Alltag nicht strukturieren können,
  • Sie Schwierigkeiten haben Ihre Einkäufe zu erledigen oder sonstige wichtige Besorgungen zu organisieren,
  • Sie auffällig ängstlich sind und an nichts anderes denken können, als an diese lähmende Angst
  • Sie Suizidgedanken haben

Wenn Sie das Bedürfnis verspüren, sollten Sie mit Nahestehenden über Ihre Empfindungen reden. Dies kann auch telefonisch passieren. Sie können sich auch Rat bei professionellen Beratungsstellen holen. Sehen Sie hierzu die Rubrik „Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen”.

« Autism Europe AE » hat auf ihrer Internetseite Materialien und Ratschläge zusammengetragen, welche Ihnen im Falle von vermehrtem Stress und zunehmender Ängstlichkeit dienlich sein können.

Quelle: Wir danken der Fondation Autisme Luxembourg für die Verfassung dieses Textes.

Sämtliche Dienststellen der Fondation Autisme Luxembourg sind geöffnet und stehen Ihnen und Ihrer Familie bei Bedarf jeder Zeit zur Seite. Das Psychologenteam ist unter der Nummer (+352) 26 91 11 1 erreichbar. Sie können auch via Email Kontakt unter der Adresse autisme@fal.lu aufnehmen. Eine eventuelle Beratung kann mittels Videokonferenz organisiert werden.

Quelle: Wir danken der Fondation Autisme Luxembourg für die Verfassung dieses Textes.

Ältere Menschen und die Ausgangssperre

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflege- und Altenheime sind die Personen in unserer Gesellschaft mit dem höchsten Schutzbedarf. Um dies im Umfeld der Covid-19 Pandemie zu gewährleisten, sind in diesen Einrichtungen momentan ‒ entsprechend der Sicherheitsbestimmungen vom Gesundheitsministerium ‒ Familienbesuche bis auf weiteres nicht gestattet.

Gerade jetzt ist die Aufrechterhaltung des sozialen Kontakts und der regelmäßige Austausch mit der Familie und den Angehörigen jedoch unschätzbar wichtig zur Wahrung eines positiven Lebensgefühls!

Was Sie als Partner, Kinder, Enkel, Verwandte oder Freunde für Ihre(n) Liebste(n) von zu Hause aus tun können:

  • Telefonieren Sie regelmäßig oder schreiben Sie Briefe oder gegebenenfalls E-Mails. Achten Sie dabei auf Ihre Wortwahl und versuchen Sie, das Gespräch oder das Schreiben möglichst mit einer positiven, beruhigenden und zuversichtlichen Botschaft abzuschließen.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit zum Videokontakt (z.B. Skype, Facetime) mit ihren Angehörigen. Viele Institutionen haben im Kontext der Kontaktsperre mit Multimedia-Geräten aufgerüstet und unterstützen die Bewohnerinnen und Bewohner dabei, um mit ihren Familien zu skypen.
  • Motivieren Sie Ihr Gegenüber zum Durchhalten und Mitmachen bei der Krisenbewältigung. Betonen Sie dabei, dass die Kontaktsperre zeitlich begrenzt ist und in absehbarer Zeit auch wieder Besuche möglich sein werden.
  • Stellen Sie Fragen, um sich ein Bild über die Gefühlslage des Heimbewohners zu machen. Bedenken Sie dabei: Es braucht Zeit, eine Phase der Unsicherheit zu bewältigen, in der sich ganz verschiedene Gefühle, Befürchtungen, Gedanken und Hoffnungen zeigen können. Sprechen Sie offen miteinander.
  • Zögern Sie nicht, auch Komplimente zu machen oder Eigenschaften, Merkmale oder Verhaltensweisen zu loben, die Sie am anderen besonders schätzen.
  • Erkundigen Sie sich regelmäßig bei der Referenzperson im Alten- oder Pflegeheim über den psychischen und gesundheitlichen Allgemeinzustand ihres Angehörigen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Servior.

Quelle: Wir danken Dr. Martine Hoffmann und dem Team des RBS - Center fir Altersfroen für die Verfassung dieses Textes.

Die erzwungene Isolation stellt uns Menschen vor völlig neue Herausforderungen. Um diese Ausnahmesituation zu meistern, gibt es bewährte Verhaltensmaßnahmen und psychologische Strategien, die Sie für sich selbst nutzen können. Wichtig dabei ist: Jeder Mensch ist anders und sollte die Strategien für sich übernehmen, die am passendsten sind:

  • Passen Sie Ihre Tagesstruktur an die aktuelle Situation an. Verbringen Sie nicht den Tag im Pyjama, sondern behalten Sie Ihren gewohnten Tagesrhythmus (Essens- und Schlafenszeiten) möglichst weiterhin bei.
  • Machen Sie jeden Tag einen Plan, bei dem Sie jeweils eine Aktivität für Kopf, Körper und soziale Kontakte vorsehen. So bleiben Sie in jeder Hinsicht in Bewegung und können Ihr Wohlbefinden positiv beeinflussen.
  • Fokussieren Sie auf das Positive und besinnen Sie sich auf Ihre Stärken. Alles was Sie in Ihrem Leben an positiven Erfahrungen gemacht haben, alle Krisen und Problem, die Sie gemeistert haben, stellen innere Ressourcen dar. Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken und nutzen Sie diese inneren Schätze.
  • Seien Sie ein Vorbild für andere und zeigen Sie sich solidarisch. Anderen Menschen zu helfen, Mut zu machen, sich freundlich und emphatisch zu zeigen, kann sehr viel Kraft geben!
  • Denken Sie daran, die Situation wird vorübergehen. Die Isolation ist zeitlich begrenzt und dient allein dem Schutz Ihrer selbst und Ihrer Mitmenschen.
  • Vermeiden Sie ununterbrochenen Medienkonsum, denn Informationsflut tut nicht gut! Informieren Sie sich stattdessen lieber bewusst und gezielt nur ein- oder zweimal am Tag.
  • Begrenzen Sie das Grübeln. Es ist völlig normal, angesichts der aktuellen Situation Angst und Unsicherheit zu verspüren. Richten Sie sich eine begrenzte Zeit ein, in der Sie grübeln zulassen, nutzen Sie die restliche Zeit, um sich auf Ihre Ressourcen zu besinnen.
  • Sprechen Sie über Ihre Gefühle. Es ist wichtig, nicht allein mit negativen Gefühlen zu bleiben. Der Austausch mit anderen Menschen kann sehr entlastend sein. Wenn negative Gedanken und Gefühle Überhand nehmen, Sie nicht schlafen und sich nicht mehr beruhigen können, dann holen Sie sich rechtzeitig psychologische Hilfe über die Hotline 8002 8080.

Quelle: Wir danken Dr. Martine Hoffmann und dem Team des RBS - Center fir Altersfroen für die Verfassung dieses Textes.

Häusliche Gewalt während der Gesundheitskrise

Der Begriff häusliche Gewalt bezeichnet jeden Gewaltakt innerhalb einer Familie oder eines Haushaltes zwischen ehemaligen oder aktuellen Ehegatten oder Partnern. Der Täter/die Täterin kann den Wohnort mit dem Opfer teilen, geteilt haben bzw. ein anderes Domizil haben. (Istanbul-Konvention 2011)

Es gibt unterschiedliche Formen von Gewalt:

  • psychologische Gewalt (Beleidigungen, Bedrohungen, …),
  • physische Gewalt (Schläge, körperliche Misshandlungen, …),
  • ökonomische Gewalt (Finanzkontrolle, materielle Entbehrung, …),
  • sexualisierte Gewalt (unsittliche Berührungen, sexuelle Belästigung, …),
  • Stalking/Cyber-Stalking (Überwachung, Tracking, …)

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Quelle: Wir bedanken uns bei VISAVI (Beratungsdienst und Informationsangebot für Frauen der A.S.B.L. Femmes en détresse) für das Verfassen dieses Textes.

In Krisenzeiten kommt es stets zu einer Gewaltzunahme.

Die Opfer sind in konstanter Sorge darüber, dass ihr Heim nicht für jedes Familienmitglied sicher ist: Die Furcht vor einem gefährlichen Zusammenleben, die Angst sich mitzuteilen und die Zweifel, ob die Ordnungskräfte rechtzeitig eintreffen würden, sind ständige Wegbegleiter.

Die nationalen Ausgangsbeschränkungen verbieten es nicht seinen Wohnort aufgrund wiederholter Gewaltanwendung oder Lebensgefahr zu verlassen. Opfer können trotz Ausgangssperren in Notstrukturen untergebracht werden

Die Isolierung ist eine der Hauptstrategien der gewalttätigen Partner. Aufgrund der aktuellen Lage der „legalen Freiheitsberaubung“ kann die Suche nach adäquater Hilfe für das Opfer schwer zugänglich sein.

Da sich die psychologischen und physischen Auswirkungen während den Ausgangsbeschränkungen verschlimmern können, ist es umso dringender, den Opfern schnellstmöglich Hilfe anzubieten.

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Quelle : Wir bedanken uns bei VISAVI (Beratungsdienst und Informationsangebot für Frauen der A.S.B.L. Femmes en détresse) für das Verfassen dieses Textes.

Zeugen von häuslicher Gewalt (Nachbarn, Freunde, Familie…) können:

  • sich nach den Personen, die mit einem gewalttätigen Partner zusammenwohnen, erkundigen,
  • sich im Falle eines Problems verfügbar und ansprechbar halten,
  • die Polizei oder die Rettungsdienste im Falle einer direkten Gefahr benachrichtigen,
  • die folgenden Hilfsdienste benachrichtigen:

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Quelle : Wir bedanken uns bei VISAVI (Beratungsdienst und Informationsangebot für Frauen der A.S.B.L. Femmes en détresse) für das Verfassen dieses Textes.

Ich möchte meine Kinder, meine Ehegattin/meinen Ehegatten nicht verletzen (durch Gesten oder Wörter) und ich weiß nicht, wie ich meine Gefühle kontrollieren kann. Was kann ich tun, um nicht die Kontrolle zu verlieren? Wie soll ich vorgehen, wenn ich spüre, dass die Spannung zunimmt?

Selbst ohne die Ausgangsbeschränkungen ist es nicht immer einfach, ein vorbildhaftes Elternteil oder Partner zu sein. In der aktuellen Lage ist es umso wichtiger auf sich achtzugeben, um nichts zu tun oder zu sagen, was man im Nachhinein bereut.

Zögern Sie nicht, unseren Dienst Riicht Eraus unter der Telefonnummer  2755 5800 zu kontaktieren. Unsere Berater hören Ihnen zu und beraten Sie.

Ich werde aufgrund von häuslicher Gewalt aus meiner Wohnung geworfen. Was muss ich in diesem Fall tun?

Sie haben die gesetzliche Pflicht, unseren Dienst Riicht Eraus unter der Telefonnummer 2755 5800 zu kontaktieren. Wir bieten Ihnen dann einen telefonischen Termin, der Ihnen zeitlich passt, an.

Ich werde aufgrund von häuslicher Gewalt aus meiner Wohnung geworfen. Wo kann ich wohnen?

Rufen Sie den Dienst Riicht Eraus unter der Telefonnummer 2755 5800 an. Zusammen werden wir nach einer Lösung suchen und einen vorläufigen Wohnort für Sie finden.

Wie verlaufen die Beratungsgespräche mit den Beratern von Riicht Eraus in der aktuellen Corona-Krise?

Bedauerlicherweise können wir diejenigen, die unsere Hilfe beanspruchen, momentan nicht in unseren Büros empfangen. Dennoch stehen Ihnen unsere Berater für Telefontermine zur Verfügung. Wenn Sie einen Termin vereinbaren wollen, kontaktieren Sie die Telefonnummer 2755 5800,um ein Datum und eine Uhrzeit für Ihren Telefontermin abzumachen. Sobald der Notstand aufgehoben wird, werden die Beratungsgespräche in unseren Büros wiederaufgenommen.

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Quelle : Wir bedanken uns bei Riicht Eraus, der Anlaufstelle des Luxemburger Roten Kreuzes für gewalttätige Menschen für das Verfassen dieses Textes.

Der neue Umgang mit Medien - eine Herausforderung zu Hause

“Home Office; Homeschooling, oder eine Videokonferenz mit Oma und Opa…"
Aktuell hat sich der Alltag auf den Bildschirm reduziert. Laptops, Computer, Tablets und Smartphones sind die wichtigsten Werkzeuge für Arbeit, Schule und Familie.

Nicht nur das berufliche und schulische Leben, auch das soziale Leben ist momentan beschränkt auf soziale Medien wie Zoom, Facetime, oder Skype. Der gewohnte Kontakt der Kinder mit Freunden und Schulkameraden verläuft nicht mehr auf dem Schulhof oder Klassenraum, sondern in virtuellen Chatrooms: Whatsapp, Snapchat, TikTok, ... Für viele Jugendliche nicht ungewöhnlich. Viele Eltern haben bereits von diesen Apps gehört und erlauben den Kindern ausnahmsweise eine erhöhte Nutzung, da der soziale Kontakt wichtig und notwendig ist. Doch wie sieht es aus bei erhöhter Spielzeit auf dem Computer und Spielkonsole? 

Es muss unterstrichen werden, dass über das Onlinespiel ebenfalls ein wichtiger Kontakt und Austausch mit Freunden stattfindet (“was gibt es Neues, wie geht es euch”). Soziale Kontakte werden aufrechterhalten und gleichzeitig wird zusammengespielt und gelacht.
Eigentlich eine positive Ablenkung von der aktuell schwierigen Situation, oder eher ein Grund zur Sorge?

Für Jugendliche ist die erhöhte Bildschirmzeit leicht zu rechtfertigen: Schulunterricht, Hausaufgaben, Austausch mit dem Professor... bzw. die elterliche Kontrolle über den Medienkonsum der Kinder wird schwierig.

Grundsätzlich stimmt der kausale Zusammenhang „mehr Corona“ > „mehr Spielen“ > „mehr Sucht“ nicht.

Sucht beginnt in der Regel schleichend und verläuft zunächst als unterschwelliger Prozess. Von Sucht wird erst dann gesprochen, wenn das exzessive Spielverhalten zeitlich überdauert (also nach der Corona Krise bestehen bleibt oder verschlimmert – wenigstens bis zu 6 Monate bis 1 Jahr)

Sozialer Rückzug und Interessenverlust an anderen beliebten Tätigkeiten sind im Normalfall klare Warnsignale. Jedoch wenn die Vernachlässigung anderer Lebensbereiche nicht auf das Spielen zurückzuführen ist, sondern weil wegen Covid-19 diese Tätigkeiten nicht gemacht werden dürfen, dann besteht ein geringeres Risiko für die Entwicklung einer Sucht.

Gefahr besteht eher bei Jugendlichen, (wie im Normalfall) die eher sozial ängstlich oder depressiv verstimmt sind oder bereits zuvor hohe Spielzeiten hatten. Der Konsum wird jetzt nochmals gesteigert und Covid-19 als Rechtfertigung für das exzessive Spielen missbraucht.  Zusätzlich besteht die Gefahr für Spieler, sich an das zu häufige Spielen zu gewöhnen, bzw. viel ins Spiel zu „investieren“, ggf. neue „Freunde“ gewinnen, etc. was die Trennung später schwierig macht und die subjektive Bedeutsamkeit des Spielens steigert.

Gefahr besteht auch wenn das Eintauchen ins Spiel zu oft genutzt wird um sich von belastenden Gefühlen rund um Covid-19 abzulenken. Das exzessive Spielen kann als negative Strategie erlernt werden, wie in Zukunft mit Ängsten und Stress umgegangen werden kann (Flucht in die virtuelle Welt).

Zusammenfassend;
Es ist normal, dass Kinder und Jugendliche in diesen Wochen mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Das ist auch nicht besonders tragisch.

Ja, es besteht durchaus ein generelles Risiko, exzessiv einzutauchen und hängen zu bleiben (Bedürfnisbefriedigung durch Erfolge, Anerkennung, und soziale Kontakte über Gaming) wenn bestimmte Zeiten nicht eingehalten werden.

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Quelle: Wir danken Marc Bressler und dem Team Ausgespillt (Anonym Gléckspiller Asbl) für die Verfassung dieses Textes.

Wichtige Tipps für Eltern:

  • Zeitliche Strukturen und Routinen der Familie aufrechterhalten.
    Tagesrhythmus, v.a. mit Schlafzeiten, einhalten. Die Nacht ist zum Schlafen da, nicht zum Durchzocken.

    Strukturieren Sie Ihre Zeit zu Hause und schaffen Sie sich Tagespläne.
    Struktur und Vorhersehbarkeit können dem Gefühl des Kontrollverlusts entgegenwirken. Zum Beispiel kann es guttun, jeden Tag zu einer festen Uhrzeit aufzustehen oder zusammen zu essen. (Bsp.: tägliche Spaziergänge, Pauseinheiten und Bewegung vor und nach dem Lernen, gemeinsames Abendessen...)

  • Andere Aufgaben / Tätigkeiten suchen
  • Klare Trennung,
    zu welcher Zeit der Pc/Tablet für schulische Aufgaben, für Videotelefonat und Chatten mit Freunden, oder fürs Spielen benutzt werden darf.
    Sich zusammen mit den Kindern auf Zeitlimits einigen und Regeln vereinbaren für jedes Familienmitglied.
  • Auch wenn es wenig Freizeitalternativen gibt, Eltern müssen hier konsequent Grenzen Zum Beispiel den Vormittag und Mittag ganz ohne Gaming verbringen.
  • Ständig dran erinnern, dass vermehrte Bildschirmzeit (Spielen, YouTube, Netflix, …) im Moment erlaubt ist, dies aber nicht auf Dauer so bleiben wird.
  • Aufmerksam bleiben, wenn das Spielverhalten immer mehr ansteigt und das Kind aggressiv auf Regeln und Zeitlimits reagiert – dann exzessives Spiel eindämmen, Regeln vereinbaren und konsequentes Verhalten zeigen.

Im Zweifelfall sollten Eltern eine Fachstelle konsultieren

Ausgespillt (Anonym Gléckspiller Asbl):

Erreichbar über Telefon: 26 48 00 38 (Montag – Mittwoch von 10 bis 16 Uhr)

E-Mail: info@ausgespillt.lu

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Quelle: Wir danken Marc Bressler und dem Team Ausgespillt (Anonym Gléckspiller Asbl) für die Verfassung dieses Textes.

Einige diagnostische Kriterien der Internet Gaming Disorder

  • Drang nach neuerlichem Konsum
  • Eingenommenheit vom Verhalten
    Lebensalltag dominierende Beschäftigung (der Alltag wird an das Nutzungsverhalten angepasst, und nicht wenn Langweile oder sonst Nix zu tun ist)
  • Toleranzentwicklung
    Im Laufe der Zeit: Intensivierung, steigende Häufigkeit bis schließlich exzessiv.
  • Entzugserscheinungen
    Verhinderte Nutzung - Gereiztheit, Angstgefühle, innere Unruhe, Agitiertheit.
  • Interessenverlust und sozialer Rückzug
    Achtung bei Unterschied zwischen Autonomieentwicklung (Abgrenzung der Eltern) und Rückzug von Aktivität und Lebenswelten die sich der Jugendliche zuvor selbst aufgebaut hat

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Quelle: Wir danken Marc Bressler und dem Team Ausgespillt (Anonym Gléckspiller Asbl) für die Verfassung dieses Textes.

Herausforderungen an die Partnerschaft in Zeiten der Kontaktbeschränkungen

Momentan befinden wir uns in einer außergewöhnlichen Situation, die vieles von Jedem von uns abverlangt. Vielfältige Stressfaktoren wirken auf uns ein. Neben der Beschränkung unserer persönlichen Freiheiten sind wir mit vielen weiteren „coronabedingten“ Herausforderungen konfrontiert, machen uns Sorgen um die Gesundheit oder die wirtschaftliche Situation. Gleichzeitig fallen viele gewohnte Bewältigungsmöglichkeiten, wie Ablenkung außer Haus oder soziale Kontakte, weg.

Umso wichtiger wird die gegenseitige Unterstützung in der Partnerschaft. Paare verbringen durch die häusliche Isolation mehr Zeit miteinander als üblich. Es besteht die Chance, diese außergewöhnliche Situation gemeinsam meistern zu können und sich auf die Unterstützungsmöglichkeiten in der Partnerschaft zu besinnen, um gestärkt als Paar durch diese Krise zu kommen. Der Weg kann für jedes Paar unterschiedlich sein, da jeder Mensch individuell ist und jedes Paar einzigartig.

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Quelle: Die Texte zur Partnerschaft in Zeiten der Kontaktbeschränkungen wurde zusammengestellt von Paar- und Familientherapeuten des 'Familljen-Center'. An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Jean-Paul Conrad, Margit Schneider-Quast, David Velazquez, John Weber.

Aus unserem Erfahrungsschatz als Paartherapeut*innen stellen wir Ihnen gerne einige Ideen vor, die für viele Paare hilfreich waren. Vielleicht finden Sie Ansätze, die Sie spontan ansprechen:

  • Arrangieren Sie sich mit der nicht zu ändernden Situation und bleiben Sie positiv!
  • Versuchen Sie ihrem Partner achtsam zu begegnen, seinen eventuell negativen Emotionen eine verständnisvolle und beruhigende Reaktion entgegenzubringen.
  • Nachsicht und Toleranz dem Partner gegenüber helfen, auch tolerant mit seinen eventuellen „Macken“ zu sein.
  • Finden Sie gemeinsame, angenehme Aktivitäten. Einige Anregungen finden Sie im nächsten Absatz: Kreative Ideen für Paare.
  • Kleine Gesten im Alltag sind wichtig: Ein kleines Lächeln, eine Geste der Zuneigung, kleine Aufmerksamkeiten, eine zärtliche Berührung im Alltag wirkt Wunder und schenkt Vertrauen.
  • Rituale helfen. Immer wieder wird betont, wie wichtig in diesen Zeiten ein geregelter Tagesablauf ist, um einer Abstumpfung oder Depression zu entgehen. Gerade für Paare kann es gefährlich sein, wenn jeder nur in seinem Rhythmus in den Tag hineinlebt. Unzufriedenheit und Ungeduld gegenüber dem Partner sind die Folge. Geben Sie sich gegenseitig Unterstützung und Anregungen. Machen Sie sich auch im häuslichen Umfeld hübsch für den Partner und pflegen Sie sich wie für ein Date.
  • Eine neue Situation ergibt sich für die meisten Paare durch die Arbeit im Homeoffice. Hier gilt es, gute Absprachen miteinander zu treffen, besonders wenn beide Partner betroffen sind: Wer ist wann im Home-Office? Zu welchen Zeiten darf ich "stören"? Vereinbaren wir gemeinsame Pausen? Ab wann ist Feierabend? Besteht eine Rufbereitschaft? Die Arbeit im Homeoffice dringt sehr weit in das Privatleben hinein. Besonders in den Anfangszeiten dieser Umstellung gelingt es nicht jedem, sich ausreichend von der Arbeit abzugrenzen. Helfen Sie sich gegenseitig dabei, rechtzeitig abzuschalten und in den "Privat-Modus" umzuschalten (z.B. Kleiderwechsel, Arbeitsunterlagen wegräumen, usw.). Warten sie mit diesen Maßnahmen nicht, bis sich bei einem der Partner Frust oder Ärger aufgestaut hat.
  • Planen Sie „Qualitätszeiten“ für Ihre Paarbeziehung ein – besonders wichtig, wenn Sie Kinder zuhause haben. Gute Partnerzeit misst sich nicht an der Dauer gemeinsam verbrachter Zeit, sondern an der Intensität der verbrachten Momente. Begegnen Sie ihrem Partner mit besonderer Aufmerksamkeit, Interesse und Offenheit. Erkundigen Sie sich tagtäglich nach seinem Wohlbefinden, nach seinen Sorgen und Ängsten. Hören Sie aufmerksam zu, vermeiden Sie vorschnelle Urteile und halten Sie sich mit Ratschlägen zurück.
  • In diesen Momenten sollte man alle möglichen Störquellen (soziale Medien, Home-Office, usw.) ausschalten und seine ganze Aufmerksamkeit dem Partner widmen. Besonders für nicht mehr ganz so frisch Verliebte bewährt es sich, Zeiten der Begegnung abzusprechen. Andernfalls passiert es leicht, dass einem erst beim Zubettgehen auffällt, wie wenig man die gemeinsame Zeit genutzt hat.
  • Jeder braucht auch mal Momente für sich allein. Allerdings ist dieses Bedürfnis meistens nicht bei Beiden gleichermaßen ausgeprägt. In Zeiten der Ausgangsbeschränkung sind diese Rückzugsmomente schwerer zu organisieren. Hier gilt es gute Abmachungen zu treffen, damit die ungewohnte, unfreiwillige Nähe nicht zur Belastung wird. Teilen Sie Ihrem Partner klar und deutlich, aber liebevoll mit, dass sie einen ungestörten Moment brauchen, und wie lange Sie ungefähr für sich allein sein möchten. Umgekehrt gilt, diese Zeiten beim Partner zu respektieren und ihn nicht zu stören. Anschließend hilft eine nette Begrüßung mit Kuss oder Sätzen wie: Hallo, ich bin wieder da! den Übergang zur gemeinsamen Zeit reibungslos hin zu kriegen.
  • Ältere Paare haben meistens schon eine Routine entwickelt, um in der Zweisamkeit der häuslichen vier Wände miteinander auszukommen. Allerdings fehlt es auch hier an Möglichkeiten, etwas für sich allein zu unternehmen, um der Nähe zu entfliehen. Hinzu kommt bei manchen die Angst vor Ansteckung, die Ausflüge außer Haus zu einem uneinschätzbaren Risiko werden lässt, was manch einer scheut.
  • Für Paare, die länger zusammen sind, und sich in der Routine des Alltags gefangen fühlen, kann es spannend sein, sich an die erste Zeit der Verliebtheit zu erinnern: Schaffen Sie eine gemütliche Atmosphäre und erzählen Sie einander von ihren Gefühlen und Gedanken von damals. Was haben Sie in früheren Zeiten gerne zusammen gemacht? Vielleicht macht die eine oder andere längst vergessene Aktivität auch heute noch Spaß. Stellen Sie sich vor, Sie sind wieder so alt wie damals und genießen Sie dieses Erlebnis zu Zweit.
  • Ist einer der Partner, etwa durch seine Arbeitssituation oder Ängste und Befürchtungen in Zusammenhang mit der sanitären Krise, oder aber in Sorge um seine älteren Familienmitglieder besonders belastet, lassen Sie ihn gerade jetzt nicht allein. Noch mehr als sonst benötigt Sie oder er jetzt ein offenes Ohr, Mitgefühl und Trost. Halten Sie sich vorerst mit gutgemeinten Ratschlägen zurück. Bleiben Sie in einer aufmerksamen Zuhörerrolle, bis sie/er seine Gefühle ausgesprochen hat und in einen konstruktiven Dialog treten will. Manchmal reicht auch eine wohlwollende Umarmung und zärtliche nicht-fordernde Nähe aus.
  • Arbeitet einer der beiden Partner in einem medizinischen oder paramedizinischen Beruf, bringt er möglicherweise zusätzlichen Stress mit nach Hause. Sie oder er braucht dann mehr Zeit zum Abschalten und zur Erholung oder wünscht sich Zuwendung von einem einfühlsamen Partner, um das Erlebte des Tages zu verarbeiten und den Stress abstreifen zu können. Wenn das nicht gelingt, macht sich schnell Enttäuschung gegenüber dem Partner breit. Dieser Frust führt zu dem Bedürfnis sich abzuschotten, was den ersten Partner wiederum kränkt. Ein Teufelskreis entsteht.
  • Vergessen Sie nicht, Momente von Spaß, Fröhlichkeit, Lockerheit in ihrer Beziehung zu pflegen. Erzählen Sie einander, was Sie heute zum Lachen gebracht hat, welche Erinnerungen zum Schmunzeln. Teilen Sie miteinander, was Sie Anregendes oder Entspannendes im Netz oder im Fernsehen entdeckt haben. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

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Quelle: Die Texte zur Partnerschaft in Zeiten der Kontaktbeschränkungen wurde zusammengestellt von Paar- und Familientherapeuten des 'Familljen-Center'. An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Jean-Paul Conrad, Margit Schneider-Quast, David Velazquez, John Weber.

Während der Zeit der Ausgangsbeschränkung ist es für zusammenlebende Paare, die jetzt meist mehr Zeit miteinander verbringen, nicht immer einfach, diese Zeit gemeinsam zu gestalten und zu genießen. Es finden nicht nur keine gemeinsamen Aktivitäten außer Haus mehr statt, sondern auch der Austausch über das Erlebte entfällt. Und damit auch viele Gesprächsimpulse, die für Spannung und eine Auflockerung der Alltags-Routine sorgen.

Somit sind Paare gefordert, neue Wege zu finden, die gemeinsame Zeit „neu zu erfinden“ und mit Routinen zu brechen. Aus unserem Erfahrungsschatz wollen wir Ihnen einige Ideen anbieten, die Ihre Kreativität anregen können - Überraschen Sie Ihren Partner und sich selbst:

Gespräche … einmal anders!

  • Falls Sie möchten, können Sie die vielen Abende der Zweisamkeit nutzen um über tiefergehende Dinge zu reden und nicht an der Oberfläche zu bleiben. Big Talk anstelle von Small Talk.
  • Teilen Sie Erinnerungen, wagen Sie Rückblicke auf Ihre Beziehung. Jeder der Partner könnte z.B. zuerst aus seinem Blickwinkel die Höhen und Tiefen der Beziehung auf einem Blatt Papier schematisch aufzeichnen oder auf einem Blatt notieren. In der Zusammenschau lassen sich manch alte Missverständnisse aufdecken, Verletzungen benennen und im besten Fall heilen, Glücksmomente wieder erlebbar machen, Erinnerungen auffrischen, usw. Unverheilte Wunden und ungelöste Konflikte können benannt und in einem Zwiegespräch zu einem späteren Zeitpunkt mit aller Vorsicht und Einfühlung besprochen werden.
  • Gerade auch für Paare, die länger zusammen sind, und sich in der Routine des Alltags gefangen fühlen, kann es spannend sein, sich an die erste Zeit der Verliebtheit zu erinnern: Schaffen Sie eine gemütliche Atmosphäre und erzählen Sie einander von ihren Gefühlen und Gedanken von damals. Was haben Sie in früheren Zeiten gerne zusammen gemacht? Vielleicht macht die eine oder andere längst vergessene Aktivität auch heute noch Spaß. Stellen Sie sich vor, Sie sind wieder so alt wie damals und genießen Sie dieses Erlebnis zu Zweit.
  • Teilen Sie Sehnsüchte und Wünsche ihre Zukunft betreffend und schwelgen Sie gemeinsam in Zukunftsplänen. Reden Sie über die Zeit danach: Worauf warten Sie mit Ungeduld? Welche Zukunftspläne haben Sie? Wenn der Urlaub am Meer ins Wasser fällt, welche Alternativen fallen Ihnen für den Sommer ein?
  • Lernen Sie Ihren Partner im Gespräch noch einmal neu kennen. „Was denkst du Schatz?“ – ein im Grohe-Verlag erschienenes Büchlein bietet Anregungen für Fragen, die sich jedes Paar einmal stellen sollte.
  • Gegenseitiges Vorlesen – im Bett, auf der Couch, dem Balkon oder im Garten. Wählen Sie ein Buch aus, das Ihnen beiden gefällt und lesen Sie abwechselnd ein Kapitel laut vor. Schließen Sie dabei die Augen und lauschen Sie der Stimme Ihres Partners/Ihrer Partnerin.

Verwöhnen Sie sich und Ihren Partner mit sinnlichen Erlebnissen

  • Hören Sie gemeinsam Musik! Setzen oder legen Sie sich zu zweit in einen Sessel, aufs Bett nebeneinander, reichen sie einander die Hände, reden Sie dabei oder hören Sie still zu. Alles ist erlaubt, solange Sie zusammen den Klängen Lassen Sie Ihre Partner*in Ihre Musik entdecken, hören Sie ein Live-Konzert, hören Sie die Lieder aus Ihrer Jugendzeit, reden Sie darüber, was die Musik in Ihnen auslöst. Falls es Ihnen an Inspiration fehlt, finden Sie hier eine Selektion von Titeln und Konzerten, die Sie zusammen entdecken können: Siehe unten im Text.
  • auch Audio-, Radiohörspiele oder Podcasts kann man gut zusammen anhören. Seien es bekannte Romane, Krimis, ungelöste Kriminalfälle, Science-Fiction-Romane …, das Internet ist eine wahre Fundgrube zum Stöbern. Für jeden Geschmack und in jeder Sprache ist etwas zu finden. Hier sind nur einige ausgewählte Vorschläge: Siehe unten im Text.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum zusammen Kochen, denn Liebe geht durch den Magen. Bereiten Sie ein Picknick auf dem Balkon oder im Garten vor – und warum nicht, das Frühstück im Bett servieren.
  • Verwöhnen Sie ihre Partnerin/ihren Partner mit kleinen Aufmerksamkeiten: einer Massage, einem schön gedeckten Tisch, mit einem Blumenstrauss, einem Gedicht, Post-It's mit ermunternden Worten oder sogar einem Liebesbrief. Sie wissen am besten, womit Sie ihre Partnerin/Ihren Partner verwöhnen können.
  • Sorgen Sie für entspannende, achtsame Momente. Meditieren Sie gemeinsam oder praktizieren Sie gemeinsam Yoga. Anleitungsvideos finden Sie im Internet.
  • Date Night. Planen Sie eine Begegnung zu zweit: Verabreden Sie sich zu einem romantischen Abend, machen Sie sich chic, speisen Sie im Kerzenschein bei gutem Essen, öffnen Sie eine gute Flasche Wein –  vergessen Sie nicht, dass es sich um ein Date handelt: Nehmen Sie sich die Zeit, einander verführerisch in die Augen zu schauen, sich Komplimente zu zu flüstern und den Abend so zu genießen, als wären Sie allein auf der Welt. Zeigen Sie sich also von Ihrer besten romantischen Seite, vielleicht so wie beim allerersten Mal.

 Bringen Sie Schwung in Ihr Liebesleben

  • In seinem Buch: „Das indiskrete Fragebuch“ (2018), schlägt der Paar- und Sexualtherapeut Ulrich Clement einen Katalog an Fragen vor, um Paare miteinander ins Gespräch zu bringen über ihre sexuellen Sehnsüchte, Fantasien und Empfindlichkeiten. Erotische Fragen, die Sie dazu inspirieren können den Sex in ihrer Beziehung lebendig zu erhalten oder zu erwecken und mit dem Partner gemeinsam ein „erotisches Tagebuch“ zu erstellen.

Planen Sie gemeinsame Aktivitäten zuhause

  • Zu zweit an gemeinsamen Projekten arbeiten stärkt das Zugehörigkeitsgefühl. Wie wäre es damit, kleine Projekte in Ihren vier Wänden zu realisieren? Welche Renovierungsarbeiten könnten Sie in oder rund um Ihre Wohnung angehen? Könnten Sie Ihren Garten für die Grillsaison vorbereiten oder Ihre neue Blumenecke gestalten?
  • Tun Sie etwas, was sonst immer auf die lange Bank geschoben wurde: Bringen Sie gemeinsam Ordnung in Ihre Fotos im Computer oder in alten Kartons, gestalten Sie Fotoalben. Gehen Sie mit den Bildern zusammen auf eine Zeitreise und schämen Sie sich nicht dafür, dabei hoffnungslos romantisch oder nostalgisch zu werden.

Entdecken Sie gemeinsam Ihre kindliche, verspielte Seite

  • Spielen Sie Brettspiele, Kartenspiele oder Schach.
  • Auch Videospiele bieten sich zum gemeinsamen Spiel an. Je nach Spieltyp befinden Sie sich in einem Team, das ein gemeinsames Ziel ansteuert, sich gegenseitig dabei hilft, Rätsel zu lösen, oder aber man spielt gegeneinander …. Eins ist sicher: Sie werden zusammen lachen und fluchen, Momente der Freude und der Spannung teilen – Hauptsache gemeinsam.
  • Es gibt Spiele für jeden Geschmack. Finden Sie einen Titel, der Ihnen zusagt. Hier finden Sie einige Vorschläge: Siehe unten im Text.

Liste mit Alben oder Konzerten (zu finden auf YouTube)

  • Keith Jarrett – The Bremen Concert 1975
  • Dominique Guiot – L’univers de la mer 1978
  • Osamu Kitajima – Masterless Samurai
  • Colette an Fernand – Hir beschte Lidder
  • Kimio Eto – Koto Master
  • John Neptun with Arakawa Band – Bamboo
  • Yazz Ahmed – Polyhymnia
  • Mondo Grosso – Closer
  • Apache – Renaissance
  • Herbie Hancock – Head Hunters
  • The Who – The Origins
  • Wynton Marsalis – Jazz in Marciac 2009
  • Zaz – Jazz Open 2015
  • Agnes Obel – Camera’s Rolling
  • Mammane Sani et son Orgue – Tunan

Liste mit Hörbüchern und Audiodateien (zu finden auf YouTube)

  • Fantômas, le génie du crime
  • Le manoir – un secret épouvantable
  • Paulo Coelho – L’alchimiste
  • Orson Welles – War of the Worlds – Radio broascast 1938
  • The Secret Garden – full audiobook
  • The Last Wish (The Witcher 1)
  • Der Hobbit, Hörspiel
  • Sherlock Holmes (Die Originale)
  • Der Unbesiegbare – Syfy

Liste mit Online-Spielen

  • Mario Kart
  • Crash Bandicoot – CTR Nitro Fueled
  • Overcooked
  • Heavy Rain
  • Little Big Planet
  • Life is Strange

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Quelle: Die Texte zur Partnerschaft in Zeiten der Kontaktbeschränkungen wurde zusammengestellt von Paar- und Familientherapeuten des 'Familljen-Center'. An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Jean-Paul Conrad, Margit Schneider-Quast, David Velazquez, John Weber.

Für Eltern ist die Zeit besonders herausfordernd. Neben den vielfältigen Aufgaben wie Home-Schooling, Home-Office, Kinderbetreuung, Kontakthalten mit älteren Familienangehörigen, usw. gilt es, die Beziehung zum Partner nicht zu vernachlässigen. Durch die permanente Präsenz der Kinder wird die Zeit zu zweit zu einem wertvollen Schatz, den es zu erhalten und zu pflegen gilt. Durch ein gutes Zusammenspiel beider Elternteile kann diese Phase der Einschränkung allerdings positiv bewältigt werden.

Neben den Anregungen aus den vorangegangenen Abschnitten, gelten für Paare mit Kindern zusätzliche Hinweise:

  • Erklären Sie ihren Kindern, dass Eltern auch ungestörte Zeit für sich als Paar brauchen. Es ist wichtig, dass die Kinder lernen, die Bedürfnisse der Eltern nach Kommunikation, Ruhe und Intimität zu respektieren. Diese Zeit kommt letztlich der ganzen Familie zugute. Ausgeglichene Eltern sind bessere Eltern.
  • Während den Zeiten, die sich das Paar für die Pflege der Beziehung freihält, sollten alle sozialen Medien tabu sein. Das Home-Office gehört ausgeschaltet. Kinder sollten beschäftigt sein. Angesichts der Wichtigkeit ungestörter Momente, sollten allgemein gültige Regeln von Medienkonsum großzügig gehandhabt werden. Auch könnten längere Skype-Gespräche mit den Großeltern für ein "tête-à-tête" organisiert werden.
  • Kleine Gesten im Alltag sind umso wichtiger, je weniger gute Zeit man zusammen verbringen kann: Ein kleines Lächeln, eine Geste der Zuneigung, kleine Aufmerksamkeiten, eine zärtliche Berührung im Alltag wirken Wunder. Sparen Sie nicht mit Lob (auch nicht in Gegenwart der Kinder!).
  • Es ist darauf zu achten, dass auch individuelle Bedürfnisse beider Partner gleichermaßen berücksichtigt werden. Rollenaufteilungen zwischen den Eltern sollten neu überdacht und fair gestaltet werden. Beide haben das Recht, auszuspannen und Zeit für sich allein zu haben.
  • Eltern dürfen Meinungsverschiedenheiten haben und miteinander austragen. Auch in diesen Zeiten sollten (kleinere) Konflikte nicht unter den Teppich gekehrt werden. Man kann den Kindern erklären, dass man als Eltern nicht immer einig ist und dass faire Diskussionen und zielführende Auseinandersetzungen ein Weg zum besseren Verständnis sind.
  • Besonders lautstark vorgetragene Vorwürfe und Auseinandersetzungen in Anwesenheit der Kinder sind hingegen zu vermeiden. (Achtung: Auch Wände haben Ohren). Stattdessen kann ein positives Beispiel an konstruktiver Klärung von Missverständnissen und der fairen Diskussion bei Meinungsverschiedenheiten oder auch nur eine hörbare Entschuldigung oder Bitte um Verzeihung ein positives Beispiel für Kinder darstellen.
  • Tiefergehende Konflikte, Probleme, die sich eventuell über Jahre angestaut haben, sollten indessen in dieser Zeit eher nicht ausgiebig thematisiert werden. Hier geht es auch darum, die Kinder mit den Konflikten der Eltern nicht übermäßig zu belasten. Bei Bedarf sollten Paarkonflikte oder sich daraus ergebende individuelle Belastungen, die in dieser Zeit aufbrechen, mit Fachleuten besprochen werden. Sie können Ihnen helfen, kurzfristig für Entlastung zu sorgen.

-> Neben der psychologischen Hotline 8002 8080 haben auch manche Beratungsstellen, die auf Partnerfragen spezialisiert sind, eine Rufbereitschaft eingerichtet.

-> Bei häuslicher Gewalt, Einschüchterungsversuchen und Drohungen lesen Sie bitte den diesbezüglichen Artikel auf dieser Seite und wenden Sie sich direkt an die entsprechenden Beratungsstellen oder die Polizei.

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Quelle: Die Texte zur Partnerschaft in Zeiten der Kontaktbeschränkungen wurde zusammengestellt von Paar- und Familientherapeuten des 'Familljen-Center'. An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Jean-Paul Conrad, Margit Schneider-Quast, David Velazquez, John Weber.

Diese Familienzusammensetzung entsteht, wenn die Mutter oder der Vater - nach dem Tod des anderen Elternteils, oder nach einer Trennung - mit seinem neuen Partner oder neuer Partnerin ganz oder zeitweise zusammenlebt. Eventuell bringt dieser neue Partner/Partnerin ebenfalls eigene Kinder mit in die Familie oder das Paar hat eigenen Nachwuchs bekommen („Halbgeschwister“). Nach einer Trennung oder Scheidung kommt hinzu, dass die Kinder abwechselnd mit einem Elternteil in dessen neuer Familiensituation (Eineltern- oder Patchworkfamilie) zusammenleben. (Siehe hierzu Kapitel: getrennte Eltern).

Neben all den Punkten, die in dem vorangegangenen Kapitel angesprochen worden sind, gilt es zu beachten, dass die Kinder ihrem biologischen Elternteil näherstehen als dessen neuem Partner (hier "Stiefvater/Stiefmutter" genannt). Die Beziehung zu dem Stiefelternteil ist nicht immer unbelastet. Besonders in dieser Zeit aufgezwungener räumlicher Nähe können zusätzliche Spannungen im Zusammenleben mit dem Stiefelternteil entstehen. Die zum leiblichen Elternteil selbstverständlichere körperliche und emotionale Nähe ist gegenüber dem Stiefelternteil nicht automatisch gegeben. Besonders für Jugendliche kann die Präsenz des (neuen) Partners der Mutter oder des Vaters auf Dauer schwer zu ertragen sein. Rückzugszeiten (Schule, Ausgehen, ...) sind nicht mehr möglich.

  • Der leibliche Elternteil ist als Erziehungsberechtigter erster Ansprechpartner der Kinder. Der Stiefelternteil muss sich noch mehr als sonst seiner Rolle bewusst sein und darf sich nicht aufdrängen, kann aber als Moderator bei Konflikten ausgleichend wirken.
  • Der Stiefelternteil sollte nicht in Konkurrenz mit dem abwesenden Elternteil der Kinder treten. Auch in seiner Abwesenheit behält der leibliche Elternteil die elterliche Sorge/autorité parentale über die Kinder. Dies muss der Stiefelternteil jederzeit respektieren. Sie/er kann sich stattdessen als liebevoller, engagierter Erwachsener den Kindern als Gesprächs- und Spielpartner anbieten und damit eine wichtige Rolle im Leben der Kinder spielen [1].
  • In Patchworkfamilien ist die Balance zwischen Zeit mit den Kindern und Zeit für sich als Paar zu finden, besonders delikat. Sie erfordert Rücksichtnahme von allen Seiten: Für den leiblichen Elternteil bedeutet es, seinem Partner /seiner Partnerin nicht das Gefühl zu geben, gegenüber den Kindern vernachlässigt zu werden. Dies ist besonders schwierig, wenn die Zeit mit den Kindern zeitlich begrenzt ist. Für den Stiefelternteil heißt es, dem Elternteil Zeit allein mit seinen Kindern zuzugestehen, und sich zeitweilig zurückzunehmen. Für die Kinder bedeutet es, das neue Paar zu respektieren und sich nicht dazwischen zu drängen.
  • Zwischen den Kindern des einen und den Kindern des anderen Elternteils können in Patchworkfamilien Rivalitäten entstehen. Besonders gegenüber den Kindern des anderen Partners, die ständig/länger mit ihrem Elternteil zusammen sein können. Manche Kinder getrennter Eltern können nur per Telefon oder Videokonferenz mit ihrem Vater oder Mutter in Kontakt treten, während sie erleben, dass die Kinder des Partners oder ihre Halbgeschwister in der Familie zusammenleben und mehr Aufmerksamkeit genießen. Hier gilt es dafür zu sorgen, dass keines der Kinder sich ausgeschlossen oder vernachlässigt fühlt.

Weiter Anregungen zu dem Thema Patchworkfamilien finden sich in der Broschüre: Familien in Trennung oder Scheidung, die auf der Homepage vom Familljen-Center einsehbar ist: http://www.familljen-center.lu/familljen-center/publikationen.php

[1] Nach dem seit November 2018 geltenden “neuen“ Scheidungsgesetz kann ein Lebenspartner, der mit einem sorgeberechtigten Elternteil in häuslicher Gemeinschaft lebt, von diesem eine Entscheidungsbefugnis in Alltagsangelegenheiten (mandat d’éducation quotidienne) der Kinder übertragen bekommen. Der zweite leibliche sorgeberechtigte Elternteil muss allerdings zustimmen.

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Quelle: Die Texte zur Partnerschaft in Zeiten der Kontaktbeschränkungen wurde zusammengestellt von Paar- und Familientherapeuten des 'Familljen-Center'. An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Jean-Paul Conrad, Margit Schneider-Quast, David Velazquez, John Weber.

Für Paare in Krisenzeiten oder in der Vortrennungsphase sind die Ausgangsbeschränkungen besonders schwer zu ertragen. Was tun, wenn Kleinigkeiten regelmäßig zu Streit führen, wenn Meinungsverschiedenheiten immer wieder aufbrechen, wenn Vorwürfe oder Gemeinheiten an der Tagesordnung sind, wenn man sich sprichwörtlich zeitweise "nicht mehr riechen kann". Gerade dann bräuchte das Paar die Möglichkeit, sich zeitweise aus dem Weg zu gehen. Viele der üblichen Strategien, die es einem oder beiden Partnern erlauben, Distanz zu bekommen und einmal durchzuatmen, z.B. Arbeit außer Haus, allein ausgehen, Freunde besuchen, kulturelle oder sportliche Veranstaltungen besuchen, ... fallen weg. Manchmal gelingt es zerstrittenen Paaren, sich durch räumliche Distanz zu beruhigen und den Streitanlass anschließend auf konstruktive Art und Weise zu klären. In Zeiten der Ausgangsbeschränkungen kommt man sich sprichwörtlich nicht so leicht aus den Füssen und der Ärger auf den Partner verraucht wesentlich langsamer. Was könnte helfen?

  • Sich bewusst machen, dass die Situation für beide Partner gleichermaßen belastend ist und gegenseitiges Verständnis für Irritationen und Anspannungen haben.
  • „Burgfrieden“ mit dem Partner schließen. Vereinbaren, auf negatives Verhalten zu verzichten, Konflikte frühzeitig zu stoppen und nicht eskalieren zu lassen. Sich vornehmen, die Zeit der Ausgangsbeschränkungen als Team zu meistern.
  • Sich selbst im Ton mäßigen und nicht auf (scheinbare) Provokationen des Partners eingehen. Nicht alle negativen Gefühle oder Irritationen müssen immer und sofort ausgesprochen werden.
  • Den Partner nicht bedrängen oder ihm gar nachlaufen, wenn er sich entfernen will. Jeder sollte das Recht haben, ein ungutes Gespräch zu unterbrechen und sich zurückzuziehen. Zu einem späteren Zeitpunkt kann das unterbrochene Gespräch in gegenseitigem Einverständnis wieder aufgenommen werden.
  • Sich auf ein Stopp-Zeichen einigen: Derjenige der zuerst merkt, dass eine Diskussion aus dem Ruder zu laufen droht, oder der sich durch den Partner angegriffen fühlt, gibt ein vorher vereinbartes Zeichen (durch ein Wort, ein Handzeichen, ein Symbol, ...) das dann zum sofortigen Abbruch der Diskussion führt.
  • Zeiten vereinbaren, zu denen Konfliktgespräche stattfinden können. Nur in diesen Zeiten können Streitthemen an- und negative Gefühle ausgesprochen werden. Jeder der Partner kann sich auf diese Zweiergespräche innerlich vorbereiten. Wichtig ist es ein Zeitlimit festzulegen und einzuhalten (Wecker, Klingelton auf Handy). Probleme, die innerhalb von einer Stunde nicht konstruktiv angegangen werden konnten, werden es auch nach zermürbenden 3 Stunden nicht sein. Führen Sie diese Gespräche nicht im Schlafzimmer, um die angespannte Stimmung nicht mit in den Schlaf zu nehmen und legen Sie keine Nachschicht für Streitgespräche ein (z.B. nicht nach 22 Uhr). Bedanken Sie sich im Anschluss an das Gespräch beim Partner für dessen Zeit und Aufmerksamkeit (auch wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend war).
  • Körperkontakt kann Spannungen besänftigen, sich z.B. bei schwierigen Gesprächen die Hand reichen, kann die Absicht zeigen, den anderen nicht durch kritische Bemerkungen bewusst verletzen zu wollen. Sich nach einer Auseinandersetzung kurz in den Arm nehmen, kann Vertrautheit verstärken und Trost spenden, auch wenn die Probleme (noch) nicht gelöst sind. Aber Achtung: Körperkontakt darf dem Partner nicht aufgedrängt werden. Jedes Nein ist absolut zu respektieren.
  • Vorsicht bei sexuellem Kontakt in Krisenzeiten. Wenn die einvernehmliche körperliche Nähe bei machen Paaren befreiend wirken kann, erleben viele Menschen in angespannten Situationen sexuelle Berührungen als Angriff oder gar als Vergewaltigung ihrer Intimsphäre. Durch die aktuellen Ausgangsbeschränkungen besteht für Viele ein allgemeines Gefühl des räumlichen eingesperrt Seins und des Ausgeliefertseins an den Partner. Um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, sollte daher auf klar abgesprochene, einvernehmliche sexuelle Begegnungen geachtet werden.
  • Besonders wenn das Paar Kinder hat, sind Streitgespräche in deren Beisein zu vermeiden. Die Kinder dürfen keinesfalls im Streit mit dem Partner einseitig vereinnahmt werden. Kinder haben das Recht, nicht durch die Probleme der Eltern belastet zu werden und keine Partei für einen gegen den anderen ergreifen zu müssen. Wenn Kinder in Loyalitätskonflikte verwickelt werden, führt das bei ihnen zu maximalem Belastungsstress. In der Folge entstehen daraus häufig Depressionen oder aggressive/kriminelle Verhaltensweisen.
  • Bei emotionaler Überlastung, dem Gefühl gleich auszurasten und/oder gewalttätig zu werden (körperlich oder durch Worte), gilt es, auf Distanz zu gehen, versuchen durchzuatmen (Atemtechniken anwenden), sich abzulenken, bis man sich wieder beruhigt hat. Falls die Spannung anhält, zum Telefon greifen und einen Freund/Freundin anrufen, die Hotline anrufen und sich mit einem Psychotherapeuten verbinden lassen, SOS-Détresse anrufen, ...
  • Alkohol (in größeren Mengen) oder andere Stimulanzien vermeiden, die die Hemmschwelle zu Gewaltausbrüchen verringern. Beruhigungstee trinken, ev. Beruhigungstabletten (nach Absprache mit seinem Arzt) einnehmen.
  • Entspannung in dem Paarkonflikt kann auch eintreten, wenn das Paar vereinbart, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und die Konflikte ausschließlich zusammen mit einem Paartherapeuten oder Eheberater anzusprechen. Die einschlägigen Beratungsstellen bieten auch in Zeiten der Corona-Pandemie telefonische oder Video-Beratung an.

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Quelle: Die Texte zur Partnerschaft in Zeiten der Kontaktbeschränkungen wurde zusammengestellt von Paar- und Familientherapeuten des 'Familljen-Center'. An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Jean-Paul Conrad, Margit Schneider-Quast, David Velazquez, John Weber.

Für Paare, die längere Zeit in einem andauernden Konflikt verstrickt sind, bietet sich eine "innere Scheidung"* an. In 5 aufeinanderfolgenden Schritten lernen Partner, sich innerlich voneinander zu lösen. Dieser Prozess, den jeder Partner für sich selbst vollzieht, hilft Paaren aus der Streitdynamik heraus zu finden, sich selbst klarer zu sehen anstatt nur als Teil einer unglücklichen Beziehung. Er erlaubt es, mit einem neutralen Blick neu auf die Beziehung zu schauen. Voraussetzung ist, die Idee loszulassen, dass nur der Partner allein an allen Problemen schuld ist, und sich auf eine Suche nach eigenen Anteilen am Scheitern der Beziehung zu begeben. Für Paare, die trotz anhaltender Streitigkeiten zusammen bleiben wollen, kann die "innere Scheidung" einen Neuanfang ermöglichen.

Im Anschluss an eine vollzogene Trennung oder Scheidung dienen diese 5 Schritte dazu, fortgesetzte Streitigkeiten nach einer Trennung zu verhindern und einen anhaltenden Rosenkrieg zu vermeiden. Für Paare, die vor einer Trennung stehen, bereiten sie die notwendige innere Loslösung vor und erleichtern die konkreten Absprachen bezüglich der Vermögensaufteilung und der Umgangsregeln in Bezug auf die gemeinsamen Kinder.

Die 5 Schritte lauten:

  1. Ende aller Kritik am Anderen
  2. Auseinandersetzung mit eigenen Fehlern und Bitte um Verzeihung
  3. Was habe ich vom Anderen gelernt
  4. Dank für die gemeinsame Zeit
  5. Zukunftsperspektiven und praktische Regelungen aushandeln

* in Anlehnung an den Paartherapeuten und Buchautor Michael Cöllen

Die Broschüre zum "Weg der inneren Scheidung" kann auf der Homepage des Familien-Centers eingesehen werden.

Quelle: Die Texte zur Partnerschaft in Zeiten der Kontaktbeschränkungen wurde zusammengestellt von Paar- und Familientherapeuten des 'Familljen-Center'. An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Jean-Paul Conrad, Margit Schneider-Quast, David Velazquez, John Weber.

Kinder aus Scheidungsfamilien sind es gewohnt, zwischen den Eltern hin und her zu pendeln. Sie leben abwechselnd bei dem einen oder dem anderen Elternteil und nehmen an dessen Leben teil. Man kann sagen, sie haben gelernt, sich in zwei unterschiedlichen Lebenswelten zu bewegen. Auch wenn sie nur an verlängerten Wochenenden und in Ferienzeiten mit Mutter oder Vater zusammen sind, so brauchen sie dennoch den regelmäßigen Austausch mit beiden.

In Zeiten von Ausgangsbeschränkungen wird das Hin-und-her-Pendeln nun erschwert. Für den Fall, dass die Kinder dabei über eine Grenze in ein anderes Land müssen, gibt es Ausnahmegenehmigungen, die den Kindern erlauben, trotz Einreisebeschränkungen, den anderen Elternteil an seinem Wohnort zu besuchen.

Dass für ein gesundes Heranwachsen der Kinder ein guter Kontakt zu beiden Elternteilen nötig ist, wird ausdrücklich von der Kinderrechtskonvention festgehalten.

Dies gilt auch in Zeiten von Corona! Auch wenn manch einer geneigt sein könnte, die Kinder in Zeiten der Ausgangseinschränkungen ganz bei sich zu behalten, sei auf die psychischen Folgen eines Aussetzens des Besuchsrechts verwiesen. Solange keiner der Elternteile zeitweise in Quarantäne ist oder zu einer besonders gefährdeten Risikogruppe gehört, sollten die Kinder die Möglichkeit haben, unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften, beide Elternteile wie gewohnt abwechselnd zu besuchen.

Leider gibt es immer noch Elternteile, die aus persönlichen Gründen jeden direkten Kontakt zu ihrem früheren (Ehe-)Partner verweigern. Da jetzt andere Übergabemöglichkeiten (z.B. mittels Großeltern, Übergabe in der Crèche oder Schule o.a.) zeitweilig ausfallen, sind betroffene Eltern aufgefordert, zum Wohl ihrer Kinder dafür zu sorgen, dass eine Übergabe mit minimalem Kontakt zwischen den Eltern trotzdem stattfinden kann. Persönliche Feindseligkeiten zwischen den Eltern haben in solchen Momenten mit Rücksicht auf das Kind absolut zu unterbleiben.

Falls ein persönlicher Kontakt zu einem Elternteil aus gesundheitlichen oder anderen schwerwiegenden Gründen nicht möglich sein sollte, ist unbedingt darauf zu achten, dass regelmäßige virtuelle Kontakte, z.B. über Skype o.ä. stattfinden können. Während ältere Kinder beziehungsweise Jugendliche den Kontakt selbständig über ihr Smartphone herstellen können, brauchen jüngere Kinder die Unterstützung des Elternteils, bei dem sie wohnen. Auch ältere Kinder sollten manchmal daran erinnert werden, falls sie es nicht von sich aus tun. Bitte auch die Großeltern beiderseits nicht vergessen!

In Bezug auf virtuelle Gespräche brauchen jüngere Kinder die Bereitschaft der ansonsten zerstrittenen Eltern, trotz aller Vorbehalte gegenüber dem oder der Ex, die technischen Bedingungen herzustellen, damit ein regelmäßiger Kontakt möglich ist. Auch bei diesen Gelegenheiten ist zu vermeiden, dass Kinder zu Zeugen von Auseinandersetzungen zwischen ihren Eltern werden.

Bei diesen Telefongesprächen oder Skype-Kontakten, o.ä. sollte unbedingt Rücksicht auf die Intimität der Kinder und des abwesenden Elternteils genommen werden, z.B. indem man nach dem Herstellen des Ferngespräches das Zimmer verlässt, und das Kind nicht aushorcht oder kontrolliert. Da für Kinder jeder Kontakt (direkt, telefonisch oder virtuell) eine psychische Umstellung erfordert, gilt es, Absprachen bezüglich dieser Kontaktzeiten zu treffen und diese Abmachungen strikt einzuhalten. Somit ist gewährleistet, dass sich die Kinder innerlich auf einen Anruf einstellen und gegebenenfalls darauf vorbereitet werden können.

An den Elternteil, der z.Z. nicht mit dem Kind zusammen lebt, ergeht der Appell, nur an diesen zuvor abgesprochenen Zeiten den Kontakt zu ihrem Kind aufzunehmen.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass Kinder in den Zeiten der Pandemie begründete oder auch irrationale Ängste um die Eltern entwickeln können. Ihre Sorgen lassen sich dadurch abmildern, dass sie sich regelmäßig versichern können, dass es beiden Eltern (gesundheitlich) gut geht. Kinder, die regelmäßig mit Mutter und Vater im Austausch sind, brauchen sich weniger Sorgen um deren Wohlbefinden zu machen, und fühlen sich selbst auch sicherer in diesen unsicheren Zeiten.

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Quelle: Die Texte zur Partnerschaft in Zeiten der Kontaktbeschränkungen wurde zusammengestellt von Paar- und Familientherapeuten des 'Familljen-Center'. An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Jean-Paul Conrad, Margit Schneider-Quast, David Velazquez, John Weber.

Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und die Gesundheitskrise

In Zeiten der Covid-19 Pandemie wird allen Menschen viel abverlangt. Wir sind konfrontiert mit Verunsicherungen, Ängsten, Ohnmacht und dem Verlust von Gewohnheiten und Abläufen. Plötzlich erleben wir mehr Fremdbestimmung als je zuvor. Das strapaziert unsere eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten und auch unsere Stimmung. Die Ruhe zu bewahren ist in beunruhigenden Zeiten besonders schwierig.

Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen trifft die Covid-19 Pandemie jedoch noch viel härter. Die einschneidenden Maßnahmen, Forderungen und neuen Regelungen verstärken die ständige Spannung von Autonomie und Fremdbestimmung in ihrem Alltag um ein Vielfaches.

Eine der Haupteinschränkungen für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen ist somit auch der weitere Verlust von Autonomie. Gewohnte Alltagshandlungen müssen hinterfragt und angepasst werden. Der Verlust von haltgebenden Strukturen, festen Ritualen und Abläufen führt zu starker Verunsicherung, Irritation, Ängsten und auch Frustration.

Je nach Grad der Beeinträchtigung gibt es mehr oder weniger sprachliche und kommunikative Barrieren. Durch die Masken geht ein weiterer wichtiger Teil der nonverbalen Kommunikation verloren. Normalerweise detektieren wir unbewusst viele nonverbale Signale beim Gegenüber. Vor allem lesen wir beim Sprechen die Lippen des Gegenübers. Das funktioniert automatisch, wobei das Lächeln am wichtigsten ist. Diese Informationen fehlen bei der Kommunikation mit Maske. Dadurch können Emotionen wie Freude, Angst oder Ärger nicht mehr erkannt werden. Das Tragen einer Maske kann Stress auslösen und zu weiteren Verunsicherungen führen.

Der Zugang zu Informationen ist für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen oft erschwert und Informationen können nicht hinterfragt werden. Durch die Krise verstärken sich Einsamkeit, Isolation und Vernachlässigung. Körperkontakt weitgehendt zu reduzieren vermindert die Selbst- und Fremdwahrnehmung noch weiter.

Bezugspersonen und Betreuer stehen außerdem im Dilemma zwischen dem erforderlichen Unterstützungsbedarf und den Bedürfnissen des Menschen mit einer Beeinträchtigung auf der einen Seite, und den Sicherheitsauflagen um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren auf der anderen Seite. Denn viele Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen gehören zur sogenannten vulnerablen Personengruppe.

Verlässliche Ansprechpartner bleiben und nachfragen, vor allem bei Personen die alleine zu Hause leben.

Kommunikation mit Maske. Damit Kommunikation nicht starr und aggressiv, sondern - trotz Maske - freundlich und zugewandt wirkt, können wir:

  • die Mimik viel stärker einsetzen, vor allem die Augen
  • die Wangenmuskeln ganz stark nach oben ziehen beim Lachen oder Lächeln
  • die Augenbrauen bewusster einsetzen, denn Augenbrauen haben eine große Fernwirkung.
  • noch deutlicher Kommunizieren: langsamer sprechen, einfach sprechen
  • unsere Gestik stärker einsetzen: mit Händen und Füssen reden

Im folgenden Beispiel erkennt man gut, wie viel an Informationen durch die Maske verloren gehen.

Es gibt viele Informationen und Informationsquellen. Am besten ist, man hält sich an offizielle Informationsquellen und Fakten. Verschwörungstheorien helfen niemandem und verbreiten Unsicherheit und Angst. Gerüchte helfen niemandem. Wenn man eine Antwort nicht weiß, oder sich nicht sicher ist, kann man das sagen. Man kann Informationen nachfragen.

Einige Links, wie man das Corona-Virus in einfacher Sprache erklären kann:

Corona Leichte Sprache
https://corona-leichte-sprache.de/page/6-startseite.html

Gesondheet op der Aarbecht. Wéi deet een eng Mask un?
https://coronavirus.gouvernement.lu/lb/sante-au-travail.html?fbclid=IwAR1XWK6e_vTKLREnyywqsEQ_W6zGpvD41IrFDU1tY-aKHxi3gwbVFWDXnyY

Klaro Web Seite über Corona
https://klaro.lu/index.php/de/aktuell

Unapei facile à lire
https://www.unapei.org/article/informations-sur-le-coronavirus-en-facile-a-lire-et-a-comprendre/

Napo, Stoppt die Pandemie
https://www.napofilm.net/de/napos-films/napo-stop-pandemic

Napo, Teleworking deutsch
https://www.napofilm.net/de/napos-films/napo-teleworking-stop-pandemic

Deutsche Gesellschaft für seelische Gesundheit bei Menschen mit geistiger Behinderun
https://dgsgb.de/

Bezugspersonen oder Betreuer haben die Verantwortung, dass Regeln und Vorschriften umgesetzt werden. Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung haben in den letzten Wochen vor allem Dinge gehört und gesagt bekommen, die sie nicht machen sollen oder dürfen. In der Kommunikation geht es jetzt darum mehr positive Formulierungen zu verwenden. Damit stärken wir auch die Selbstwirksamkeit. Zum Beispiel:

Nicht: „Du musst 2 Meter wegbleiben“.

Stattdessen: „Bitte Abstand halten, schau auf die Markierungen“

Nicht: „Keine Berührungen“!

Stattdessen: „Du kannst dem Anderen zuwinken statt ihm die Hand zu geben“.

Nicht: „Die Maske muss man einfach tragen“.

Stattdessen: „Wenn du die Maske trägst, dann schützt du dich und den Anderen“.

Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen orientieren sich stark an ihren Bezugspersonen. Bezugspersonen oder Betreuer haben eine sehr große Vorbildfunktion, die wir nicht unterschätzen dürfen.

Zum Beispiel Hände waschen:

Wir waschen uns häufig und korrekt die Hände. Man kann die Hände zusammen waschen. Man kann richtig vormachen, wie man die Hände wäscht und positive Rückmeldung geben.

Wenn jemand die Hände nicht richtig wäscht.

Nicht: „Omei, das ist falsch!“

Stattdessen: „Schau, die Handflächen sind schon sauber, jetzt fehlen noch die Zwischenräume der Finger“ (zeigen)

Wir sind geduldig und wiederholen, wenn nötig.

Zum Beispiel Maske tragen:

Wir tragen alle im Moment eine Maske. Es ist nicht einfach mit einer Maske den ganzen Tag zu arbeiten. Trotzdem müssen wir eine Maske tragen.

Wenn wir Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung begleiten oder betreuen, motivieren wir sie, dass sie korrekt die Maske tragen. Wir erklären in einfacher Sprache, warum es wichtig ist, eine Maske zu tragen.

Lachen ist gesund! Gemeinsam Lachen ist gesünder! Wir lachen auch über uns! Das bringt Spaß und Gelassenheit. Lachen verbindet. Zum Beispiel: Gemeinsames Singen beim Händewaschen.

Daran denken: Viel Freude trägt viel Belastung!

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Quelle: Wir danken dem Service Espace~Famille der Ligue HMC, Capellen, für die Verfassung dieses Textes.

Link zu covid19.lu